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Gott ist keine Spiesserin – feministisch unterwegs in Zürich

Kritisch, selbst­kritisch, solida­risch, poetisch, lust­voll, viel­fältig, suchend und krea­tiv – an elf Abenden an elf ver­schie­denen Orten Zürichs. Das ist das Kon­zept der femi­nis­tischen Themen­reihe «Gott ist keine Spies­serin». Hier finden Sie Infor­mationen und An­lässe rund um die Themen­reihe.

GERETTET, BEWAHRT – UND NEU ENTDECKT


Viel Leiden­schaft und eine be­herzte Rettungs­aktion: Pfarrerin Chatrina Gaudenz spricht mit Pfarrerin Sabine Scheuter über die Ent­stehung der femi­nis­tischen Bib­lio­thek der re­for­mierten Landes­kirche Zürich – sowie über ihre Be­deu­tung für die nächs­ten Gene­ra­tionen von Pfarre­rinnen.

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Pfarrerin und Diver­sity-Fach­person Sabine Scheuter stellt die femi­nistische Biblio­thek vor. © Pixabay



Der zweite Abend der femi­nis­tischen Themen­reihe «Gott ist keine Spies­serin» steht ganz im Zeichen der femi­nis­tischen Biblio­thek der Landes­kirche Zürich. Die circa 300 Bücher starke Samm­lung wird an diesem Abend zum Schmökern vor Ort be­reit­stehen – und mit ihr jene Frau, die die Ent­stehung und Ent­wick­lung dieser Biblio­thek seit über zwanzig Jahren mit­verfolgt: Pfarrerin Sabine Scheuter, heutige Diver­sity-Fach­person der refor­mierten Landes­kirche Zürich. Das Sammeln und Auf­bewahren der femi­nis­tisch-theo­logischen Lite­ratur geht unter anderem auf ihre be­herzte Initi­ative zurück. Im Gespräch mit Pfarrerin Chatrina Gaudenz blickt sie auf diese spannende Zeit zurück.

Femi­nismus in der ganzen Breite

Den Grund­stein für die femi­nis­tische Biblio­thek legte die Fach­stelle für Frauen­arbeit in den 1990er-Jahren am Hirschen­graben 7. Pfarrerin Sabine Scheuter, dama­lige Leiterin der Fach­stelle, er­innert sich: «Im Zuge der frauen­bewegten 1980er-Jahre war der Andrang gross. Pfarrerinnen und Diako­ninnen kamen vor Ort vorbei und machten sich Kopien.» Damals gab es vor allem Bücher zu Frauen­litur­gien, zur femi­nis­tischen Bibel­aus­legung oder zu bib­lischen Frauen­ges­talten. Später kam Litera­tur zu Gender­ansätzen in der Päda­gogik und Erwach­senen­bildung hinzu oder zu bedeu­tenden Frauen­figuren wie Mysti­kerinnen oder Frauen während der Refor­mations­zeit. «Das Refor­mations­jubi­läum hat da wich­tige Im­pulse gesetzt», so Sabine Scheuter.

Bibliothek bekommt Obdach im Pfarrhaus

Als die Fach­stelle 2015 re­organi­siert wurde, mussten die Bücher weichen. Sabine Scheuter: «Ich fand es ein­fach von Herzen schade, die Biblio­thek auf­zulösen und suchte nach einem Weg, sie zu be­wahren.» Die Rettungs­aktion mög­lich machte letzt­endlich Pfarrerin Tania Oldenhage. Sie bewohnte damals das Pfarr­haus in Fluntern und bot an, dem Bücher­schatz eine Heimat zu geben. Und dort stehen sie bis heute; im Pfarr­büro auf Regalen. Neue Hüterin des Bücher­schatzes ist Chatrina Gaudenz, Pfarrerin im Kirchen­kreis sieben acht. «Ich hatte anfangs fast keine Be­rührungs­punkte mit femi­nis­tischer Theo­logie. Doch mit der Zeit stellte ich fest, dass es da un­glaub­lich viel Spannendes gibt», so die Pfarrerin.

Auch die älteren Be­stände seien gut geal­tert, denn: «Jede Gene­ration ent­deckt gewisse Themen wieder neu für sich», so Sabine Scheuter. Dies kann auch Chatrina Gaudenz be­stätigen: «Die Bücher zur Frauen­liturgie brauche ich manch­mal selbst für die Vor­berei­tung meiner Gottes­dienste.» Wer sich für die femi­nis­tische Biblio­thek inte­res­siert, darf gern auf Vor­an­meldung im Pfarrhaus Fluntern vor­bei­kommen – oder besucht am 16. Januar den Ge­sprächs­abend.




«Klassiker, Perlen, Kuriositäten»


Dienstag, 16. Januar 2024, 17 Uhr
Grosse Kirche Fluntern, Gellertstrasse 1, 8044 Zürich
ab ca. 18 Uhr Brot mit Suppe im Moserzimmer

Pfarrerin Sabine Scheuter im Gespräch mit Pfarrerin Chatrina Gaudenz
Wort und Musik mit Pfarrerin Stefanie Porš und Andreas Wildi, Orgel

Aktuell

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