Willkommen bei der reformierten Kirche Zürich

Mit der Gründung der reformierten Kirche Zürich auf den 1. Januar 2019  ist die grösste reformierte Kirchgemeinde der Schweiz entstanden. Die reformierte Kirchgemeinde Zürich zählt rund 80'000 Mitglieder. 32 reformierte Kirchgemeinden aus der Stadt Zürich und der Gemeinde Oberengstringen gehen nun gemeinsam den Weg als reformierte Kirche Zürich.

Die reformierte Kirche Zürich startete an einem historischen Datum: 500 Jahren zuvor begann offiziell die Zürcher Reformation mit dem Amtsantritt von Huldrych Zwingli am Grossmünster anfangs 1519.

EINE DELEGATION MIT VIELEN FRAGEN


Die Gemeinde Rapperswil-Jona war zu Gast bei der reformierten Kirchgemeinde Zürich.1717

Besuch aus Rapperswil-Jona für die reformierte Kirchgemeinde Zürich: Eine Delegation des Gemeindekonvents war zu Gast in der Streetchurch und schaute in der Citykirche Offener St. Jakob vorbei. Die Besucherinnen und Besucher brachten viele Fragen mit, und ein reger Austausch entstand.

Die Anfrage kam aus Rapperswil-Jona: Hanspeter Aschmann, der Leiter des Gemeindekonvents der dortigen reformierten Kirchgemeinde, war neugierig und wollte die junge Kirchgemeinde Zürich besuchen. «Wir freuten uns natürlich und wir wollten der Delegation einen Einblick in unsere diverse Arbeit geben – vor allem aber wollten wir die Chance nutzen, und einen Dialog ins Rollen bringen», sagt Andreas Hurter, der Präsident der Kirchenpflege der reformierten Kirchgemeinde Zürich. Auch Markus Giger, der theologische Leiter der Streetchurch nahm sich gern Zeit, um der Delegation aus Rapperswil-Jona einen Einblick in die Arbeit der Streetchurch zu geben und lud zu einer Führung ein. «Mich begeistert, dass die Streetchurch so nah bei den Menschen denkt und handelt», so Fabienne Bachmann. Für die Diakonin aus Rapperswil-Jona ist die Streetchurch ein «Vorzeigeprojekt, da es nicht auf der grünen Wiese agiert, sondern sehr konkret bei den Bedürfnissen der Jugendlichen ansetzt». Markus Giger betont in diesem Zusammenhang, dass die Streetchurch dezentral ausgerichtet sei: «Unsere Gastfreundschaft und unsere gezielte Arbeit richten sich an alle jungen Menschen, die Hilfe brauchen, um sich in unserer High-Performance-Gesellschaft zurechtzufinden – völlig ungeachtet, woher sie kommen.»

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Orientierung nach Bedürfnissen

Das Thema der zentralen und dezentralen Organisation kam auch bei der späteren Gesprächsrunde zum Reformprozess in der Stadt Zürich auf. Pfarrer Hanspeter Aschmann interessierte unter anderem, ob die Gemeindemitglieder sich nach dem Zusammenschluss noch in ihrer ursprünglichen Kirchgemeinde zu Hause fühlen und sich identifizieren können. Laut Leo Suter, dem Vorsitzenden des Pfarrkonvents, bietet die junge reformierte Kirchgemeinde Zürich den Pfarrpersonen die Chance, sich längerfristig vermehrt der Stärkung und Pflege der Gemeindearbeit zu widmen: «Durch neue Synergien im Dienstleistungsbereich wird Raum für Innovationen freigespielt - es werden Lösungen möglich, für welche die Einzelgemeinden keine Ressourcen hatten.» Heinz Fäh, Pfarrer in Rapperswil und Kirchenrat in St. Gallen, wollte daraufhin wissen, wie die reformierte Kirchgemeinde Zürich denn auf der strukturellen Ebene Raum für Initiativen und Innovationen im Gemeindeleben schaffe. «Wir bewegen uns in unserer Aufbauarbeit stets zwischen Inhalt und Struktur – sie bedingen und beeinflussen einander laufend», so Andreas Hurter. Eine der wichtigsten Fragen, die man beim strukturellen Aufbau stellen müsse, laute: «Was braucht ihr ganz konkret im Gemeindeleben, um zu arbeiten?» Die Orientierung der Struktur nach Bedürfnissen sowie die Schaffung von Synergien für eine bestmögliche Organisation seien grosse und zentrale Herausforderungen. Laut dem Pfarrer Hanspeter Aschmann brauche es wohl vor allem Zeit, «damit sich die Gemeindemitglieder an dieses Jahrhundertprojekt gewöhnen können». 

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Verankert im Quartier

Bei der Begegnung in der Citykirche Offener St. Jakob mit Pfarrer Patrick Schwarzenbach lernte die interessierte Delegation aus Rapperswil-Jona ein weiteres «Leuchtturmprojekt» kennen, wie Pfarrer Leo Suter die Citykirche begeistert nannte. «Unsere Kirche richtet sich stark nach den Bedürfnissen im Quartier: Unsere Lage ist für unsere Arbeit entscheidend», sagte Patrick Schwarzenbach. Er erzählte der Delegation, wie man versuche, die Bedürfnisse der Anwohner wahrzunehmen, in welchen sich gesamtstädtische Themen spiegeln, und ihnen zu begegnen: «Unser Standort verlangt nach einem offenen Raum und das Bedürfnis nach Angeboten, die sich mit Spiritualität und Politik befassen, ist da.» Ein Bedürfnis, dem die Citykirche mit verschiedenen Projekten wie etwa dem Aktionsmonat begegne. «Gleichzeitig müssen wir uns auch auf der strukturellen Ebene stets fragen, wohin unsere offene Kirche gehen soll – sodass wir nicht an den Bedürfnissen vorbeipilgern.» Für Katharina Hiller Frank aus Rapperswil-Jona ist die Nähe zu den Menschen entscheidend – ob quartierübergreifend oder auf den Standort ausgerichtet: «Das Verständnis für die Bedürfnisse der Menschen ist enorm wichtig und gleichzeitig nicht selbstverständlich; deshalb ist es unser Ziel in Rapperswil-Jona die Präsenz im Alltag sowie an speziellen Anlässen zu pflegen.» So nimmt die Pfarrerin sowohl vom Besuch der Streetchurch und der Citykirche Offener St. Jakob viel Inspiration nach Hause, «auch wenn man die Arbeit in einer so viel grösseren Stadt wie Zürich nicht eins zu eins mit unserer vergleichen kann». 

Vielfalt pflegen, Identität bewahren

Die Delegation des Gemeindekonvents Rapperswil-Jona verbrachte in Zürich «einen interessanten Vormittag voller spannender Einblicke», wie die Diakonin Fabienne Bachmann sagte. Gleichzeitig nahmen laut Pfarrer Heinz Fäh die Besucher und Besucherinnen auch einige Fragen mit nach Hause. Fragen etwa wie solch innovative Kirchenprojekte, die an der Basis entstehen, in einer zentral verwalteten Kirchgemeinde gefördert und begleitet werden. «Grundsätzlich wollen wir unsere Vielfalt pflegen und gleichzeitig unsere Identität bewahren», sagte Andreas Hurter, «viele Antworten auf solche Fragen werden wir während unserer Entwicklung finden.» Man habe in Zürich einen so grossen wie mutigen Schritt getan, so Hanspeter Aschmann dazu, «einen Schritt, der eventuell bald Vorbildcharakter haben wird». 

Aktuell

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21. Juli 2019

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