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Eine Riesenparty!
Gottesdienste & Feiern

Eine Riesenparty!

REFINE, das erste Jugend­festival der Deutsch­schweizer Refor­mierten, war ein voller Erfolg. Über 2000 Jugend­liche waren begeistert vom viel­fältigen Angebot in der Halle 550 in Oerlikon und sorgten für ein unver­gess­liches, respekt­volles Mit­einander.
31.12.2025Erik BrühlmannKirchgemeinde
Geschätzte Lesedauer: 3min
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REFINE Festival
Das Wichtigste auf einen Blick
Über 2000 Jugendliche nahmen am Jugendfestival REFINE teil, organisiert von der Reformierten Landeskirche Zürich. Vielfältiges Programm mit Gottesdiensten, Workshops und Play Zone. Ziel: Vielfalt leben und Jugendarbeit stärken. Positive Resonanz der Jugendlichen und Planung für die Zukunft.

Jugend­liche für Kirche zu inte­ressieren, ist nicht einfach. Sie gar für Kirche zu begeistern, ist eine Mammut­aufgabe – aber eine, die sich durchaus bewäl­tigen lässt. Das zeigte die von der Refor­mierten Landes­kirche Zürich ausge­richtete erste Ausgabe von REFINE vom 31. Oktober bis zum 2. November 2025.

Über 2000 Jugend­liche aus der ganzen Deutsch­schweiz waren dem Aufruf der Deutsch­schweizer Landes­kirchen gefolgt und kamen ans Jugend­festival nach Oerlikon.«Die Leute hier sind super, und das Zusammen­sein macht Mega­spass», sind sich Lola und Luna beim kurzen Gespräch am Samstag einig. Die beiden Mädchen aus Herzogen­buchsee besuchten REFINE im Rahmen ihres Konf­lagers.

Mit ihrer posi­tiven Ein­schätzung standen sie keines­wegs allein da. «Es war bewegend, berührend und stimmungs­voll», sagt REFINE-Projekt­leiterin Diana Abzieher. Die Projekt­ver­ant­wortliche Leonie Ulrich pflichtet ihr bei und ergänzt: «Dass sich so viele junge Menschen treffen und mitein­ander disku­tieren, einander zuhören, mitein­ander tanzen und feiern, war schlicht begeisternd!»

Reformiert in seiner ganzen Vielfalt

Das Programm, das die Organi­satoren für das Festi­val auf die Beine gestellt hatten, war riesig – und entsprach ganz dem Motto «Alles ist möglich». Gottes­dienste in den unter­schied­lichsten Aus­prägungen und mit moderner musi­kalischer Unter­malung von Metal bis Hiphop zogen die Jugend­lichen in ihren Bann; eine Play Zone begeisterte die Spiel­begeisterten; der Expo-Bereich bot den am REFINE betei­ligten Organi­sationen aus dem näheren und weiteren kirch­lichen Umfeld die Gelegen­heit, sich an Messe­ständen auf inter­aktive Weise zu präsen­tieren.

Abge­rundet wurde das Festival-Angebot von einer Viel­zahl von Work­shops, die rege besucht wurden. Wichtig war den Veran­staltenden, dass Viel­falt nicht nur geboten, sondern von den Jugend­lichen auch gelebt wird. Es gab einen ver­bind­lichen Verhaltens­kodex im Ampel­system, der Respekt, Klar­heit und Ver­trauen schuf und zur Diskussion ani­mieren sollte, aber auch deut­liche Grenzen setzte. Wurden diese Grenzen ver­letzt, stand ein Awareness-Team mit einem offenen Ohr, Rat und Tat jeder­zeit zur Ver­fügung.

Die riesige LED-Wand hinter der Hauptbühne wies darauf hin, worum es geht.
REFINE Festival

Zürich zeigt sich

Auch die refor­mierte Kirch­gemeinde Zürich liess es sich natür­lich nicht nehmen, sich den Jugend­lichen aus der ganzen Deutsch­schweiz zu präsen­tieren. Pfarrerin Judith Engeler und Pfarrer Francesco Cattani präsen­tierten ihr von YouTube bekanntes Format «God to Go» auf der Bühne, das Schenk­haus bot einen Schmuck­work­shop und Kleider­tausch an.

Viel Betrieb herrschte bei den Minecraft-Bildschirmen. «Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt ...», sagt der für das Angebot ver­ant­wortliche Sozial­diakon Benjamin Walser «Die Kirche muss Jugend­liche in deren Lebens­welt abholen und darf nicht hoffen, dass sie schon von selbst kommen.» Etwa 500 Jugend­liche lebten ihre Glaubens­kreati­vität auf ihren digi­talen Parzellen aus – Ziel erreicht.

Ver­schiedene Work­shops beschäftigten sich mit aktuellen Themen. Die Zürcher Sozial­diakonin in Aus­bildung Dunja Mehr leitete die Dis­kussion über «Akti­vismus für eine gerechtere Welt». «Ich glaube, jeder und jede konnte etwas für sich aus der Dis­kussion mit­nehmen», bilanziert sie. «Wir haben alle von­einander profitiert.»

Viel gepostet

Mit ihrem Premieren-REFINE schafften es die Ver­anstal­tenden, die im Vorfeld doch vor­handenen Zweifelnden ver­stummen zu lassen und zu zeigen: Die Refor­mierten sind durchaus in der Lage, einen zeit­gemässen, jugend­gerechten Event auf die Beine zu stellen. «Für die erste Auf­lage war es sehr gut», findet auch Dunja Mehr. «Es wurde jeden­falls nie lang­weilig.»

Benjamin Walsers Fazit ist ein «Ja, aber»: «Inhalt­lich war es super, organi­satorisch ist noch Luft nach oben», sagt er. Noch wich­tiger als das Fazit der Ver­anstalter und Anbietenden ist aber natür­lich jenes der Jugend­lichen, denn um sie ging es ja. «Schon während des REFINE-Wochenendes wurden Bilder und Videos auf den Social-Media-Kanälen von Jugend­lichen und Kirch­gemeinden gepostet», weiss Diana Abzieher. «Das ging nach dem Festival weiter. Zudem haben wir Dankes-Nachrichten erhalten, und die Jugend­arbeitenden und Pfarr­personen, die als Begleit­personen dabei waren, gaben uns ebenfalls durch­wegs positive Rück­meldungen.»

Beste Vor­aus­setzungen dafür, dass sich REFINE zu einer Marke und einem festen Bestandteil des Ver­an­staltungs­kalenders für refor­mierte Jugend­liche entwickeln kann. REFINE wird 2027 von den Landes­kirchen Aargau, Baselland und Solothurn aus­gerichtet. Das Motto steht auch schon fest: «Muetig unterwägs».

Mehr zum REFINE

Aktuelle Informationen zum REFINE-Festival, auch zu künftigen Durchführungen, erfahren Sie auf der Website.

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