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Tipp Nr. 3: Rezepte

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Pexels.com Yaroslav Shuraev

Wie tierfreundlich ist Ihre Ernährung? Lassen Sie sich inspirieren zum vegetarischen Grillieren, veganen Guetzeln oder einfach nur zur Acht­samkeit im Umgang mit dem Essen.

Cranberry-Chia-Guetzli

Wie wäre es mit diesen veganen Weihnachts-Guetzli?

  • 1 El Chiasamen und 3 EL Wasser
  • 100 g Cranberries
  • 100 g gemahlene Haselnüsse oder Mandeln
  • 100 g vegane Bitterschokolade
  • 150 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 3 EL Zucker
  • 100 ml Olivenöl
  • 1 Prise Salz
  • ca. 20 Cranberries zum Verzieren
  • bei 175 Grad Umluft, 12 Minuten backen

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© Nora Betram

Die Chiasamen mit dem Wasser vermischen und für 15 Minuten zum Quellen in den Kühlschrank stellen. Die Cranberries fein hacken und mit 2 EL Wasser im Mixer zu einer cremigen Masse verarbeiten. Den Backofen auf 175 Grad Umluft vorheizen. Die Schokolade in kleine Stücke hacken. Anschliessend alle Zutaten mit dem Chia-Wasser-Gelee zu einem leicht bröseligen Teig vermengen. Mit den Händen kleine Kugeln formen und auf dem Backbleck leicht zerdrücken. Mit einer Cranberry verzieren.

Im Backofen auf mittlerer Schiene für 12 Minuten backen. Die Guetzli danach auf dem Backblech kalt werden lassen. Haltbarkeit ca. zwei Wochen.

Vegetarisch grillieren

Wer meint, Tofu sei fade, der kennt nicht diese Marinade! Legen Sie statt Fleisch doch einmal etwas anderes – und nicht minder Leckeres – auf den Grill.

Würzige Marinade für Tofu oder Paneerkäse. Tofu ist wohl allen bekannt. Bei Paneer handelt es sich um einen indischen Frischkäse aus Kuhmilch, der in seiner Konsistenz ähnlich wie Tofu und ebenso geschmacksneutral ist. Sämtliche Zutaten für das Rezept sollten im Migros oder Coop zu finden sein.

Zum Rezept:

  • 1 Block Tofu oder Paneer, in Scheiben oder für Spiesse in Würfel schneiden
  • In eine Schüssel geben Sie: 180 bis 250 ml Griechischer Joghurt (nature)
  • ca. 50 g oder nach Belieben Ingwer, gerieben
  • 2 bis 3 Knoblauchzehen, gerieben/ gepresst ½ oder nach Belieben grüne oder rote Chili, fein geschnitten (wenn Sie scharf nicht mögen, können Sie die Chili weglassen)
  • Eine Messerspitze oder nach Belieben Kurkumapulver (für die gelbe Farbe)
  • ca. ½ Teelöffel oder nach Belieben Salz

Lassen Sie die Marinade einziehen, am besten über Nacht im Kühlschrank. Sie können die Zubereitung auf dem Grill oder alternativ in einer Bratpfanne mit etwas Öl machen. En Guete!

Apéro-Häppchen Paruppu Vadai

Ein Rezept aus Sri Lanka, vegan und glutenfrei

Mit einem Feuerwerk an Geschmack und Kreativität haben die Apérohäppchen Paruppu Vadai.

Die kleinen Köstlichkeiten sind nicht nur ein Genuss, sondern auch gesund! Hier stellen wir das Rezept zur Verfügung – für alle, die sich diesen leichten und raffinierten Snack nach Hause holen möchten.

Ca. 20 Stück

  • 3 Tassen Chana Dal (halbierte getrocknete Kichererbsen) 4 Stunden einweichen Kichererbsen abgiessen, im Cutter fein hacken. Es soll eine stückige Masse entstehen.
  • 1 TL Salz
  • 5 gehackte Knoblauchzehen
  • 1 fein gewürfelte rote Zwiebel
  • ½ Bund Koriander, fein gehackt
  • 3–4 Curryblätter, fein gehackt
  • 1 grüne Chilischote, fein gehackt
  • ½ TL Fenchelsamen

Unter die Kichererbsenmasse mischen. Daraus golfballgrosse Kugeln formen, flach drücken (1,5 cm). In Frittieröl schwimmend ausbacken, bis die Taler hellbraun und knusprig sind. En Guete!

Gedanken zum menschlichen Umgang mit der Schöpfung

– Helene Leuenberger, Interessengruppe «Tierfreundliche Kirche»

Die Produktion von tierischen Lebens­mitteln ist ein wesentlicher Treiber der CO2 ­Emissionen und damit des Klima­wandels. Wie natürlich und notwendig es wirklich ist, jeden Tag Fleisch auf dem Teller zu haben, dies beispielsweise von Hühnern, die gerade einmal 30 Tage lebten, sei dahingestellt. Von einem re­ligiös­philosophischen Blickwinkel aus frage ich mich, inwiefern wir Menschen eigentlich das Recht haben, ständig Tiere zu «produzieren», also z. B. in Form von Insemination? Ist dies nicht ein künstlicher Eingriff in die Schöp­ fung? Und inwiefern ist es unser Recht, das daraus entstandene Leben direkt zu vergasen oder zur Schlachtbank zu schicken, wenn es von nicht wertschöp­fendem (männlichem) Geschlecht ist?

So bei Hühnern, Schweinen, Kühen. Ich wünsche mir zum Schöpfungsmo­nat September mehr Achtsamkeit im Umgang damit, was täglich auf unseren Tellern landet. Sind Sie auch dabei? Möge jedes neue Leben als Wunder statt als Nutzen betrachtet werden.

Rezeptbüchlein Pflanzlich kochen - mit Herz und Verantwortung

AKUT (Arbeitskreis Kirche und Tier) hat im Juni 2026 ein Rezeptbüchlein für tierfreundliches Kochen herausgegeben. Hier kann es bestellt oder heruntergeladen werden.