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Mir säged Danke: Oliver Novak
Gemeinschaft & Engagement

Mir säged Danke: Oliver Novak

Mit vollem Ein­satz für die Natur hat Sigrist Oliver Novak den Kirchen­garten der Kirche Enge in ein kleines Para­dies der Arten­viel­falt ver­wandelt.
03.07.2024Kirchenkreis zwei
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Oliver Novak Wildblumen
Anja Hürlimann

Seit über 20 Jahren arbeitet Oliver Novak (54) als Sigrist für die Kirche Enge in Zürich. Statt den Kirchen­garten nur zu pflegen, hat er das Areal in ein kleines Para­dies der Arten­viel­falt ver­wandelt. Tiere und Pflanzen gedeihen prächtig in seiner Ob­hut. Ihn selbst er­füllt diese sinn­stif­tende Ar­beit in der Natur mit tiefer Dank­bar­keit.

Neben seinen eigent­lichen Auf­gaben als Sigrist der Kirche Enge kümmert sich Oliver Novak (54) inten­siv um Flora und Fauna auf dem Areal. Kein Fleck­chen Wiese, das er nicht kennt. Kein Vogel, der unbe­merkt im Baum oder Glocken­turm brütet. Die Oase, die durch sein Engage­ment ent­stand, ist zu­kunfts­weisend. Oliver Novak selbst empfindet sein Wirken vor allem als zu­tiefst sinn­stiftend.

Sigrist Oliver Novak kümmert sich auf dem Areal der Kirche Enge intensiv um Tier- und Pflanzenwelt.
Anja Hürlimann

Ein Herz für Tiere und Pflanzen

«Vor 23 Jahren, als ich hier meine Arbeit auf­nahm, waren die Wiesen um die Kirche quasi tot», erklärt der Sigrist. «Es wurde immer alles gemäht, man sah kaum Insek­ten oder Vögel.» Und da der gelernte Elektro­monteur seit Kind­heit ein grosses Herz noch für die aller­kleinsten Tiere hat, ent­schied er sich, hier in seinem un­mittel­baren Wir­kungs­bereich gegen­zu­steuern. Er legte arten­reiche Blumen­wiesen an, die nur zwei­mal pro Jahr gemäht werden, schuf Nist­möglich­keiten für Vögel. In näherer Zukunft plant er, hinter dem Kirch­turm eine Wild­bienen­wiese anzu­legen. Sein Handeln zeigt heute grossen Erfolg: Inklu­sive Zug­vögel leben zirka 30 Vogel­arten auf dem Gelände. Zahl­reiche Insek­ten­arten haben sich neu ange­siedelt. Es summt und brummt auf dem Gelände. Mit vielen Tieren steht der Sigrist sogar in direkter Ver­bin­dung. «Die Krähen kennen mich und kommuni­zieren regel­recht mit mir, wenn sie sich nähern und eine Nuss bei mir ab­holen. Dann spreche ich mit ihnen und es scheint, als hörten sie genau zu. Auch Specht und Eichel­häher kommen ans Futter­häuschen und klopfen. Da geht mir am Morgen gleich das Herz auf.»

«Die Natur ist ein Geschöpf Gottes, das wir hegen und pflegen müssen. Ich bin dank­bar, dass ich dieses schöne Gelände und Gebäude be­wirt­schaften darf.»

Vorzeigeprojekt für die urbane Artenvielfalt

Auf Oliver Novaks Initia­tive hin be­wirt­schaftet die Kirche Enge den Um­schwung seit 2007 bewusst nach den An­forde­rungen der Bio­diver­si­tät. Mit dem ange­strebten Zerti­fikat des «Grünen Güggel», ein kirch­liches Umwelt­manage­ment­pro­gramm, sorgt der Sigrist dafür, dass die erfor­der­lichen Stan­dards ein­ge­halten werden. «Das Gelände ist eine kleine grüne Oase mitten in der Stadt, die sehr schützens­wert ist», erläutert er. «Die Natur ist ein Geschöpf Gottes, das wir hegen und pflegen müssen. Ich bin dank­bar, dass ich dieses schöne Gelände und Gebäude be­wirt­schaften darf», so Oliver Novak. Seit einiger Zeit bietet er übri­gens öffent­liche Führungen auf den Kirch­turm der Kirche Enge an. Inte­ressierte er­halten dabei einen spannenden Ein­blick ins kirch­liche Natur­para­dies und neben­bei gleich noch Tipps für die Bio­diver­si­tät im eigenen Garten.

Turmführungen in der Kirche Enge

Wer Lust hat, die Flora und Fauna auf dem Areal der Kirche Enge bei einer Turm­führung mit Oliver Novak kennen­zu­lernen, hat an diversen Terminen bis September die Gelegen­heit dazu:

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