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Diakonie: Die Kirche in Aktion
Gemeinschaft & Engagement

Diakonie: Die Kirche in Aktion

Die Diakonie ist tief im Selbst­ver­ständnis der Kirche ver­ankert und bringt Hilfe dorthin, wo sie am nötigsten gebraucht wird – mit Taten statt Worten.
18.02.2025Kirchgemeinde
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Claudia Bretscher | Kirchenpflegerin Ressort Diakonie
Claudia Bretscher | Kirchenpflegerin Ressort Diakonie Lukas Bärlocher
Das Wichtigste auf einen Blick
Die Dia­konie ist ein Kern­pfeiler der refor­mierten Kirche, gelebte Nächsten­liebe und Unterstützung in schwie­rigen Situa­tionen. Die Kirch­gemeinde Zürich unterstützt Dia­konie im In- und Ausland mit 1,32 Millionen Schweizer Franken, um Hoffnung zu schenken und die Gemein­schaft zu stärken.

Frau Bretscher, welche Bedeutung hat Dia­konie für die refor­mierte Kirche?

Dia­konie ist eine der Kern­aufgaben der Kirche. Neben der Ver­kündigung des Wortes geht es darum, den christ­lichen Glauben aktiv in die Tat umzu­setzen. Das bedeutet, für Menschen in schwie­rigen Situa­tionen da zu sein. Diese Nächsten­liebe ist tief in der Bibel ver­wurzelt, etwa in der Geschichte des barm­herzigen Sama­riters. Dia­konie ist kein Zusatz­angebot, sondern ein Kern­pfeiler der Kirche.

Welche Themen prägen die Diakonie heute?

Bei der klassischen Diakonie, im Sinne solida­rischen Handelns aus Nächsten­liebe, geht es darum, Menschen in schwierigen Lebens­situa­tionen zu unter­stützen. Wir sprechen hier zum Beispiel von jungen Erwachsenen, die auf­grund familiärer, sozialer oder schulischer Heraus­forde­rungen den Halt ver­loren haben oder von Geflüch­teten mit unfrei­willigem Migra­tions­hinter­grund. Diese Leute versuchen wir zu ermäch­tigen, ihr Leben wieder selbst­ständig zu gestalten und Fuss in unserer Gesell­schaft zu fassen. Darüber hinaus geht es um die Stärkung der Gemein­schaft. Die Kirche ist ein Ort des Zusammen­halts, der Begeg­nung und Unter­stützung bietet – auch dann, wenn man sich in keiner akuten Not­lage befindet. Diese Gemein­schaft stiften wir mit unserer kirch­lichen Arbeit und unseren viel­fältigen Pro­grammen in den Kirch­gemeinden.

Zudem spendet die refor­mierte Kirch­gemeinde Zürich Beiträge für dia­konische Engage­ments an ver­schiedene Dritt­organi­sationen. Wo liegt da der Schwer­punkt?

Im ange­brochenen Jahr unter­stützt die Kirch­gemeinde Zürich die welt­weite Dia­konie mit ins­gesamt 1,32 Millionen Schweizer Franken. Ein Gross­teil davon geht an das Hilfs­werk der Evangelisch-refor­mierten Kirche der Schweiz (HEKS), Mission 21 und über den OeME-Kredit* in direkte Partner­schafts­projekte der Kirchen­kreise. Mit den Hilfs­werken pflegen wir seit Jahren eine enge Zusammen­arbeit und wissen, dass sie direkt vor Ort wert­volle Arbeit leisten. So können wir sicher­stellen, dass die Mittel genau dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden. Gut 900 000 Schweizer Franken fliessen zudem in Partner­organi­sationen im Inland, darunter der Verein PACE Sterbe­begleitung.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Diakonie?

Ich wünsche mir, dass die Bedeutung der Dia­konie weiter­hin er­kannt und geschätzt wird. Sie ist gelebte Nächsten­liebe, stärkt die Gemein­schaft und schenkt Hoffnung. Und das ist etwas, das wir aktuell mehr denn je gebrauchen können.

*Die reformierte Kirch­gemeinde Zürich stellt jedem Kirchen­kreis jährlich Mittel zur Ver­fügung, um Ver­gabungen im Bereich Ökumene, Mission und Ent­wicklung zu tätigen, die dem Kreis wichtig sind und der Pflege von Beziehungen zu Partner­organi­sationen in anderen Ländern dienen.

Die refor­mierte Kirch­gemeinde Zürich unter­stützt die Dia­konie im In- und Ausland 2025 mit folgenden Beiträgen:

Weltweite Diakonie

HEKS: CHF 570 000

OeME-Kredit der Kirchenkreise: CHF 320 000

Mission 21: CHF 200 000

Übrige Partnerwerke: CHF 170 000

Nothilfe: CHF 60 000

Total Beiträge: CHF 1 320 000

Inländische Diakonie

Solidara Zürich: CHF 497 500

HEKS Inland: CHF 160 000

Diverse Projektbeiträge an Dritte: CHF 86 500

Nachbarschaftshilfe in der Stadt Zürich: CHF 77 000

Sozialbetriebe Christuszentrum: CHF 70 000

Seelsorge.net: CHF 25 000

Cevi Zürich: CHF 25 000

Suneboge Wohn- und Arbeitsgemeinschaft: CHF 20 000

Verein PACE Sterbebegleitung: CHF 10 000

Blaues Kreuz, Kantonalverband: CHF 10 000

Chrischtehüsli: CHF 10 000

SOS Bahnhofhilfe: CHF 10 000

Züri schenkt: CHF 2 000

Total Beiträge: CHF 1 003 000

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