Acht Jahrhunderte geistlicher Musik

Ähnlich berühmt wie die Leipziger Nikolaikirche selbst ist, zumal in musikalischen Kreisen, ihr Kirchenchor: der BachChor Leipzig unter der Leitung von Markus Kaufmann. Seinem Namenspatron Johann Sebastian Bach hält der Kirchenchor die Treue und ist doch gleichzeitig bekannt dafür, Musik aus Tradition und Moderne in Berührung zu bringen.
Ein solches Exempel seiner musikalischen Exzellenz und Innovationskunst wird der Chor am 31. Oktober in einem Gastkonzert im Zürcher Fraumünster geben. Neben Motetten und Orgelwerken Bachs, die dem Konzert seine Grundierung geben, stehen Werke auf dem Programm, die geistliche Musik in ihrer stilistischen und klanglichen Vielfalt zeigen – vom mittelalterlichen Hymnus bis zur französischen Moderne.
Den Auftakt bildet «Alta Trinita beata», ein anonymes Werk des 13. Jahrhunderts. Mendelssohns Psalm 100 und Bachs «Komm, Jesu, komm» führen von der frühen Mehrstimmigkeit zu einem ersten Höhepunkt. Mit Bachs Präludium und Fuge G-Dur BWV 541 tritt die Orgel solistisch hervor, bevor Mendelssohns Psalm 2 in eine expressivere Klangwelt weist. Es folgt ein Sprung ins Französische 20. Jahrhundert: Maurice Duruflés vier Motetten verbinden alte Liturgie mit farbiger Harmonik, Jehan Alains «Le jardin suspendu» lässt die Orgel in impressionistisch schwebenden Klängen aufblühen. Zum Finale bündelt Bachs «Singet dem Herrn ein neues Lied» festliche Energie – und schliesst einen Bogen über acht Jahrhunderte geistlicher Musik.
Der BachChor Leipzig wird von Daniel Vogt an der Orgel und Jörg Ulrich Busch am Cembalo begleitet.
Fraumünster
Sa, 31. Oktober, 17 Uhr: Gastkonzert BachChor Leipzig.
Dauer: ca. 60 Minuten.
Tickets: CHF 40 / 20 / Gratistickets an der Abendkasse für Studierende, Lernende, U20




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