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Ein Mosaik der Religionen
Gottesdienste & Feiern

Ein Mosaik der Religionen

Vom 7. bis 15. November veranstalten Zürcher Religionsgemeinschaften, darunter die reformierte Kirchgemeinde Zürich, bereits zum 20. Mal die Woche der Religionen. Eine Übersicht.
13.10.2026Kirchgemeinde
Geschätzte Lesedauer: 3min
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Mosaik aus bunten Fliesen mit runden, gemusterten Elementen in Blau, Gelb und Rot auf unregelmäßigem Hintergrund.
Unsplash | Raimond Klavins

An manchen Häusern geht man jahrelang vorbei, ohne je hineinzugehen: am Krishna-Tempel in Hottingen etwa oder an der Mimar-Sinan-Moschee in Oerlikon. Die Woche der Religionen liefert neun Tage lang einen guten Grund, es doch zu tun. Die Einladung gilt auch umgekehrt. Die Türen der reformierten Kirche stehen zwar ohnehin immer offen – die Woche der Religionen schafft aber nochmals einen besonderen Anlass, einzutreten.

Gesamtschweizerisch angestossen hat die Woche die Interreligiöse Arbeitsgemeinschaft in der Schweiz (IRAS). In Zürich organisiert sie das Zürcher Forum der Religionen, unterstützt von der reformierten und der katholischen Kirche im Kanton Zürich sowie von Stadt und Kanton. Auf dem Programm stehen knapp zwanzig Anlässe: Theater, Filme, Gespräche, Andachten und Ausstellungen.

Samstag, 7. November

Verschiedene Moscheen laden von 14 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Moschee ein. In Schwamendingen veranstaltet die albanische Moschee «Haus des Friedens» gemeinsam mit dem Kirchenkreis zwölf einen Tag der offenen Türen. Es gibt Führungen, Kaffee und Kuchen.

Um 19 Uhr fragen Pfarrerin Chatrina Gaudenz, Theologin Eva-Maria Faber und weitere Gästinnen «Wie viel Herr und Herrlichkeit liegen heute noch drin?». Der experimentelle Gottesdienst mit Musik in der Alten Kirche Fluntern gehört zur Reihe «Gott ist keine Spiesserin».

Sonntag, 8. November

Der Samstag startet lebhaft und still zugleich. Um 10 Uhr feiert der Kirchenkreis zwölf in der Kirche Saatlen einen ökumenischen Gottesdienst mit der äthiopisch-orthodoxen Gemeinde, einer der ältesten Kirchen der Christenheit. Mit dabei sind Pfarrerin Hoby Randriambola und Organistin Sofija Grgur.

Um 10.30 Uhr gibt es eine stille Andacht mit Quäker:innen im Kulturhaus Helferei im Kirchenkreis eins. Gemeinsam sind Teilnehmende auf der Spur des göttlichen Funkens, den die Quäker:innen in jedem Menschen sehen.

Einen anderen Schwerpunkt setzt die Johanneskirche im Kirchenkreis vier fünf. Im Foyer eröffnet um 17 Uhr die multimediale Ausstellung «ROJDA – Im Licht der Erinnerung. Zeugnisse jesidischen Lebens». Sie gibt Einblick in Religion und Kultur der Jesid:innen und in die Folgen des Völkermords von 2014. Zur Vernissage kommt Düzen Tekkal, jesidische Aktivistin und Initiantin der Ausstellung. «ROJDA» ist bis zum 15. November zu sehen.

Mittwoch, 11. November

Um 17 Uhr lädt die Kirche Suteracher zum Speed-Dating «Suteracher spricht». Dort kommen Besucher:innen mit buddhistischen und christlichen Gesprächspartner:innen über Religion und Glauben ins Gespräch. Eingeladen sind alle mit Deutsch als Erst- oder Zweitsprache.

Um 19 Uhr spricht Pfarrerin Kathrin Rehmat im Turmzimmer der Predigerkirche mit dem serbisch-orthodoxen Bischof Andrej Cilerdzic und weiteren Gästen über das zweite ökumenische Konzil von 381. Im Zentrum steht seine Wirkung auf die Ost- und die Westkirche, die sich damals noch nicht getrennt hatten.

Ebenfalls um 19 Uhr zeigt das Kirchgemeindehaus Johanneskirche den Dokumentarfilm «Mediha». Die 15-jährige Jesidin Mediha war in Gefangenschaft des IS. In Videotagebüchern hält sie fest, wie sie sich danach ein neues Leben aufzubauen versucht. Im Anschluss an den Film wird diskutiert.

Weitere Begegnungen

Das ganze Programm reicht vom indischen Epos Ramayana, das am Eröffnungsabend im Krishna-Tempel als Theater mit Tanz und Live-Musik aufgeführt wird, bis zum Vortrag «Der Buddha und die Seele» im Songtsen House. Von Montag bis Freitag lädt die Paulus Akademie jeweils von 12.30 bis 13 Uhr zum «Innehalten am Mittag» ein. Ausserhalb der Stadt treffen sich am Dienstag, 10. November, Imam Kaser Alassad und Pfarrer Christian Walti im Iman Zentrum in Volketswil zum Gespräch über Grosse Moschee und Grossmünster.

Den Abschluss bildet das «Mosaik der Religionen» am Sonntag, 15. November. Unter dem Motto «Träume und Visionen» kommen dort Geschichten aus Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum zu Wort, für alle Altersgruppen.

Woche der Religionen 2026

Das vollständige Programm mit Detailinformationen ist auf der Website «Zürcher Forum der Religionen» zu finden. Wo nichts anderes vermerkt ist, ist eine Anmeldung nötig.

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