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Abschluss Standortplanung
Kirchgemeinde

Abschluss Standortplanung

Die Standort­planung der refor­mierten Kirch­gemeinde Zürich ist abge­schlossen. Sie zeigt auf, wie das Port­folio bis 2035 am effektiven Bedarf der Kirch­ge­meinde an­gepasst werden soll.
18.06.2026Kirchgemeinde
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Die Standortplanung der reformierten Kirchgemeinde Zürich ist abgeschlossen. Auf Grundlage des Auftrags der Kirchenpflege vom Mai 2024 haben die Kirchenkreise ihre Aufgaben und Schwerpunkte definiert und diese in mehreren Phasen zu einer gemeindeweiten Gesamtplanung weiterentwickelt. Der nun vorliegende Schlussbericht fasst diese Ergebnisse zusammen.

Die Standortplanung ist der Fahrplan für die Umsetzung des Leitbildes Immobilien: Wie können die Flächen durch bessere Nutzung und Konzentration der Angebote der Kirchgemeinde effektiver genutzt werden und die Innen- und Aussenräume für das kirchliche Leben mehr belebt werden? Wie können wenig ausgelastete Gebäude und Räume teilweise oder ganz vermietet werden? Dabei nimmt die Kirchgemeinde ihre soziale Verantwortung wahr und achtet darauf, dass alle Mietenden ihre Werte teilen.

Die Standortplanung zeigt somit auf, wie das Portfolio bis zum Jahr 2035 auf den effektiven Bedarf der Kirchgemeinde angepasst werden soll. Sie gibt ein mögliches Zielbild für eine langfristige und kohärente Planung für die ganze Gemeinde und zeigt, welcher Beitrag für die langfristige Reduktion der Kosten und zusätzliche Einnahmen erreicht werden kann. Dies immer unter der Prämisse: Für die Angebote und das Gemeindeleben wird auch künftig ein grosszügiges Raumangebot zur Verfügung stehen.

Schlussbericht Standortplanung

Ausgangslage

«Die Kirchgemeinde Zürich lebt auf zu grossem Fuss, was die Liegenschaften anbelangt. Diese sind ausgerichtet auf viermal so viele Mitglieder, wie wir heute zählen.»

Die reformierte Kirchgemeinde Zürich verfügt über rund 40 Kirchen und 40 Kirchgemeindehäuser. Der gesellschaftliche Wandel und die daraus resultierende sinkende Mitgliederzahl haben eine zu grosse Raumkapazität und zu hohe Kosten zur Folge. Das Leitbild Immobilien (2022) definiert: Unsere Kirchen stiften Identität, bieten spirituelle Heimat und sind offen und fordert ein ausgeglichenes Immobilienergebnis bis 2035. Die Standortplanung ist der strategische Fahrplan, um die Flächen der Kirchgemeinde durch Konzentration besser zu nutzen, ohne das Angebot zu reduzieren.

Ziele

«Die Kirchgemeinde Zürich lebt auf zu grossem Fuss, was die Liegenschaften anbelangt. Diese sind ausgerichtet auf viermal so viele Mitglieder, wie wir heute zählen.»

Die Kirchenpflege verfolgt folgende Kernziele:

  • Konzentration und Intensivierung: Angebote sollen auf weniger, aber gut genutzte Standorte konzentriert werden.
  • Standorttypen: Einführung von Haupt-, Quartier- und Profilstandorten für eine klare Struktur und Spezialisierung.
  • Finanzielle Nachhaltigkeit: Der Anteil dieser Ausgaben soll über alle Kirchenkreise auf höchstens 20 Prozent gesenkt werden, damit ein grösserer Anteil der Mittel in das kirchliche Leben fliessen kann.
  • Belegungsvorgaben: In den Kirchen sollen mindestens fünf interne Veranstaltungen pro Woche stattfinden. In Kirchgemeindehäusern eine Belegung von zwanzig Stunden pro Woche.
  • Langfristige Planung: Umsetzung bis 2035 mit kurz-, mittel- und langfristigen Massnahmen.

Vorgehen

«Die Kirchgemeinde Zürich lebt auf zu grossem Fuss, was die Liegenschaften anbelangt. Diese sind ausgerichtet auf viermal so viele Mitglieder, wie wir heute zählen.»

Zwei Phasen prägten den Prozess:

  • Phase 1 (2024): Kirchenkreise definierten zukünftige Handlungsfelder und Schwerpunkte.
  • Phase 2 (2025): Erarbeitung von Standortkonzepten, Prüfung von Synergien und Definition der notwendigen Gebäude.


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Abbildung 1: Projektphasen und Partizipationsprozess

Die Kirchenpflege koordinierte den Prozess gesamtstädtisch und stellte ein kohärentes Gesamtbild sicher. Die Gemeindemitglieder sowie die interessierte Bevölkerung wurden in allen Phasen mit Dialog- und Informationsveranstaltungen einbezogen. Die Mitgliederbefragung, die an 5'500 Personen ging, zeigte: Eine besonders hohe Bedeutung haben für die Mitglieder Beratungs- und Unterstützungsangebote wie Sozialarbeit, Seelsorge sowie Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene. Zusätzliche kulturelle und öffentliche Nutzungen werden begrüsst, einer rein kommerziellen Nutzung der Kirchen stehen die Mitglieder skeptisch gegenüber.


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Abbildung 2: Einschätzung Veränderungen der Handlungsfelder und Themen in Zukunft

Zielbild 2035

«Die Kirchgemeinde Zürich lebt auf zu grossem Fuss, was die Liegenschaften anbelangt. Diese sind ausgerichtet auf viermal so viele Mitglieder, wie wir heute zählen.»

  • Erreichbarkeit: Innerhalb von zehn Minuten sind grossmehrheitlich eine Kirche oder ein Kirchgemeindehaus zu Fuss oder mittels öffentlicher Verkehrsmittel zu erreichen
  • Angebote und Profile: Hauptstandorte, Quartierstandorte, Profilstandorte (Musikkirche, Familienkirche, Kulturkirche etc.).
  • Gesamtstädtische Profilstandorte: Zentrale und wichtige Angebote an, welche der ganzen Kirchgemeinde dienen, werden weiter gefördert. Beispiele dafür sind: Streetchurch, Pilgerzentrum, Mosaic Church, Zytlos.
  • Flächen: Reduktion um ca. 30 % (von 95'000 m² auf 67'000 m²)
  • Aufwand für Kirchen und Kirchgemeindehäuser: Nach einer ersten, groben Kalkulation kann der Aufwand durch die Standortplanung bis zum Jahr 2035 um rund drei Millionen Franken gesenkt werden.
  • Belegung: Die durchschnittliche Belegung der Haupträume pro Standort erhöht sich von derzeit 14,3 Stunden auf rund 21 Stunden pro Woche.
  • Umsetzung: Bis zu 150 Einzelmassnahmen, Investitionsbedarf im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Die Finanzierbarkeit der Absichten aus der Standortplanung ist noch nicht gesichert. Sowohl die internen Ressourcen wie auch die finanziellen Möglichkeiten sind noch zu klären und können zu Verschiebungen oder alternativen Lösungen führen.

Die Standortplanung ist ein Meilenstein und eine Richtschnur für die langfristige Ausrichtung der Kirchgemeinde. Weniger, aber lebendige Standorte mit klaren Profilen und intensiver Nutzung sind das Zielbild für 2035.

Grafik_Standorte_Kirchenkreise_2035
Abbildung 3: Standorte der Kirchenkreise 2035

Immobilienstrategie

Nachgelagert zur Standortplanung wurde auch eine Immobilienstrategie erarbeitet. Die Strategie bildet eine verbindliche Grundlage für das Ressort Immobilien und das Ressort Finanzen sowie deren Bereiche und für die Kirchenkreise bei der Nutzung von Kirchen und Kirchgemeindehäusern. Sie wird alle vier Jahre überprüft und bei wesentlichen Änderungen der Rahmenbedingungen angepasst.

Immobilien der reformierten Kirchgemeinde Zürich

Mehr Informationen und Dokumente zu den Immobilien der reformierten Kirchgemeinde Zürich finden Sie auf folgender Website:

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