Orange your City: Zürichs Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Weltweit hat gemäss der Weltgesundheitsorganisation WHO nahezu jede dritte Frau im Lauf ihres Lebens körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren. Der 25. November, der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, macht auf diese Realität aufmerksam und bildet zugleich den Auftakt der weltweiten «16 Days of Activism Against Gender-Based Violence». Die Kampagne wurde 1991 ins Leben gerufen und wird in der Schweiz seit 2008 als «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» von der feministischen Friedensorganisation Frieda koordiniert.
Am Mittwoch, 25. November 2026, setzen auch die Zürcher Altstadtkirchen zusammen mit den beiden organisierenden Zonta Clubs Zürich und Zürichsee und weiteren Partnerorganisationen erneut ein sichtbares Zeichen und stellen mit der Wasserkirche und der Stadtkirche St. Peter zwei zentrale Orte des Aktionstags.
Ab 15 Uhr erinnert vor der Wasserkirche eine Schuhinstallation an die Opfer von Femiziden 2025/2026; verschiedene Beratungsstellen für gewaltbetroffene Frauen informieren über ihre Angebote. Von 15 bis 19 Uhr findet die Informationsveranstaltung «Gewalt hat viele Gesichter» statt. Um 18 Uhr startet bei der Wasserkirche ein Mahnmarsch über den Paradeplatz zur Stadtkirche St. Peter; unterwegs finden Mahnwachen statt.
Ab 19 Uhr wird das Programm in der Stadtkirche St. Peter fortgesetzt. Nach der Begrüssung durch Pfarrerin Cornelia Camichel Bromeis, Stadträtin Céline Widmer und je einer Vertreterin des Zonta Clubs Zürich und des Inner Wheel Clubs Zürich spricht Judith Bühler von der ZHAW über digitale Gewalt. Es folgen Ansprachen von Maria Mondaca, Geschäftsleiterin Mädchenhaus Zürich, und Ilka Mathis von der Beratungsstelle kokon sowie ein Konzert des Frauenchors die vogelfreien unter der Leitung von Magda Vogel. Auch der Turm von St. Peter, das Stadthaus und das Amtshaus 1 leuchten an diesem Abend orange.
Mehr zum Thema digitale Gewalt
Wie verbreitet ist digitale Kriminalität, und welche Formen digitaler Gewalt gibt es? Im Interview im «reformiert.lokal plus» gibt Judith Bühler von der ZHAW Soziale Arbeit, Institut für Delinquenz und Kriminalprävention, Einblicke in das Thema und zeigt auf, wo Risiken liegen und wie man sich schützen kann.
Zürich schaut hin: auch bei häuslicher Gewalt
Häusliche Gewalt ist in der Schweiz weit verbreitet und bleibt dennoch oft ein Tabuthema. Mit der Kampagne «Zürich schaut hin» sensibilisiert die Stadt Zürich für Gewalt und ermutigt dazu, nicht wegzuschauen, sondern hinzusehen und Zivilcourage zu zeigen. Das Forumtheater «Gwalts-Überraschig» greift das Thema auf und regt zum Nachdenken an.

Das Programm
Ab 15 Uhr | Wasserkirche
Erinnern und informieren
Schuhinstallation zu Femiziden sowie Informationen und Beratung zu Gewalt und Unterstützung.
18 Uhr | Wasserkirche → St. Peter
Mahnmarsch durch Zürich
Gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen.
Ab 19 Uhr | Stadtkirche St. Peter
Begrüssung & Podium
Austausch und Fachinputs zu digitaler geschlechtsspezifischer Gewalt und zum sicheren Umgang mit Risiken im digitalen Raum.
Musikalischer Abschluss
Der Frauenchor «die vogelfreien» unter der Leitung von Magda Vogel.
Die nächsten Veranstaltungen


