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Selten zu hörendes Spektakel
Kunst & Kultur

Selten zu hörendes Spektakel

Nur selten wird das Monumentalwerk «Missa Salisburgensis» aufgeführt. Die Aufführung in der Kirche Enge sollten sich Klassikbegeisterte deshalb auf keinen Fall entgehen lassen.
29.09.2026Marius LeuteneggerKirchenkreis zwei
Geschätzte Lesedauer: 2min
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Innenraum einer prunkvoll verzierten Kirche mit Holzbänken, Altar und bemalter Kuppeldecke.
Idealer Aufführungsort für ein musikalisches Spektakel: die Kirche Enge. Peter Fischer

Den 24. Oktober sollten sich alle Musikbegeisterten im Kalender rot anstreichen – und auch jene, die einen eindrücklichen Zugang zu Barockmusik suchen. Denn an diesem Abend wird in der Kirche Enge die monumentale «Missa Salisburgensis» mit rund 100 Mitwirkenden aufgeführt.

1682 wurde im Salzburger Dom das 1100-jährige Bestehen des Bistums Salzburg gefeiert. Es war die Zeit des von imposanter Prachtentfaltung geprägten Hochbarocks. Entsprechend grandios war die Messe, die Heinrich Biber anlässlich des Jubiläums komponiert hatte: Die «Missa Salisburgensis» umfasste 53 Stimmen für acht in der ganzen Kathedrale verteilte Klangkörper. Das Publikum sollte von allen Seiten beschallt werden. Der Komponist setzte auf grosse Effekte, verstand es aber auch, feine Töne erklingen zu lassen. Die «Missa Salisburgensis» wurde so zu einem mitreissenden musikalischen Spektakel.

Ein grosses Ereignis

Trotz ihrer Attraktivität ist die Messe nur selten zu hören. Das ist in erster Linie dem Umstand geschuldet, dass ihre Aufführung äusserst aufwendig ist – und sie einen passenden Raum erfordert, in dem sich die Vokal- und Instrumentalstimmen so platzieren lassen, wie es der Komponist vorsah. Es ist daher ein grosses Ereignis, dass die «Missa Salisburgensis» am Abend des 24. Oktober in der Kirche Enge zu hören sein wird. Zu verdanken ist es Ulrich Meldau. Der Organist, Teamleiter Musik und Kantor im Kirchenkreis zwei hat sich immer wieder für selten zu hörende Werke engagiert – und er hat sogar die «Missa Salisburgensis» bereits einmal aufgeführt, ebenfalls in der Kirche Enge. «Das war in der Corona-Zeit», sagt er. Mit einem Werk, bei dem die Mitwirkenden verteilt sind, liessen sich die damaligen Abstandsregeln gut einhalten.

«Ein tolles Erlebnis – nicht nur fürs Publikum, sondern genauso für die Mitwirkenden.»
Kantor Ulrich Meldau

Idealer Aufführungsort

Das war aber nicht der einzige Grund, warum die Messe 2021 in der Kirche Enge zu hören war. Ulrich Meldau beschäftigt sich gern mit dem Barockkomponisten Heinrich Biber. «Dieses Werk macht einfach Spass», sagt er, «es bietet ein tolles Erlebnis – nicht nur fürs Publikum, sondern genauso für die Mitwirkenden.» Rund 100 Leute sind an der Aufführung beteiligt, darunter 16 Solistinnen und Solisten, 40 Chorstimmen und das auf Alte Musik spezialisierte Capriccio-Barockorchester aus Rheinfelden. Es ist natürlich eine anspruchsvolle Sache, so viele Beteiligte zu einem Klangerlebnis zu vereinen. «Bei vielen Werken kann das Orchester einen eigenen Flow entwickeln», sagt Ulrich Meldau, «hier müssen aber alle sehr konsequent zusammenspielen.» Lohnt sich der ganze Aufwand? Für Ulrich Meldau ist das keine Frage. «Die ‹Missa Salisburgensis› haut einen einfach um!», meint er begeistert. «Das Werk ist sehr strahlend, hat aber auch kammermusikalische Elemente. Die Gesamtwirkung ist äusserst reizvoll.» Und eben: Die monumentale Kirche Enge mit ihrer ausgezeichneten Akustik und ihren vier Emporen eignet sich ideal als Aufführungsort.

Mehr Informationen

Die «Missa Salisburgensis» wird am 24. Oktober 2026 um 19.30 Uhr in der Kirche Enge aufgeführt. Informationen und Tickets über folgenden Link:

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