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Ort der Zuflucht und Sicherheit
Kirchgemeinde

Ort der Zuflucht und Sicherheit

Es gibt sie erst ein Jahr und schon ist sie nicht mehr weg­zu­denken: Frauen mit Flucht- oder Migra­tions­erfahrung er­halten in der Her­berge eine Bleibe und Be­ratung.
29.12.2023Kirchgemeinde
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Wohnraum in der Herberge für geflüchtete Frauen
Wohnraum in der Herberge für geflüchtete Frauen Herberge für geflüchtete Frauen

Die Her­berge für geflüch­tete Frauen bietet vulne­rab­len Frauen Unter­schlupf und indi­vi­du­elle Unter­stüt­zung. Die Bi­lanz nach einem Jahr Regel­betrieb fällt sehr posi­tiv aus.

Herberge für geflüchtete Frauen

Es liegt eine lehr­reiche Zeit hinter Milva Unter­nährer und Andrea Brüli­sauer, Co-Leite­rinnen der Her­berge für geflüch­tete Frauen: Das Wohn­an­gebot hat sein erstes ordent­liches Jahr hinter sich. «Wir konnten länger­fristig planen und voraus­schauender han­deln», so Milva Unter­nährer. Dem ein­jährigen Bestehen ging eine drei­jährige Pilot­phase voraus.

Kirchliches Netzwerk entlastet

Der Be­darf nach einem Ort des Schutzes für Frauen mit Flucht- oder Migra­tions­erfah­rung in her­aus­fordernden Lebens­situa­tionen ist gross. In neun möb­lierten Zimmern auf zwei Wohnungen ver­teilt bietet die Her­berge Platz für ins­gesamt neun Bewohne­rinnen. An diesem ge­schützten Ort leben die Frauen, teil­weise mit ihren Kindern, für maxi­mal sechs Monate in einer Wohn­gemein­schaft. In den aller­meisten Fällen be­finden sich die Frauen schon länger in einer vulne­rablen Situa­tion. Einige kämpfen mit gesund­heit­lichen Prob­lemen, andere halten sich als Wor­king Poor über Wasser oder warten auf einen Asyl­ent­scheid. Wenn dann eine Säule brüchig wird – also jemand bei­spiels­weise den Job ver­liert – gerät das Gesamt­system schnell ins Wanken.

In der Her­berge be­kommen die Frauen indi­vidu­elle Hilfe. «Am meisten gefragt ist Unter­stüt­zung im Um­gang mit Stress, in admini­strativen Be­langen, bei der Ent­wick­lung neuer Per­spek­tiven sowie bei der Zuwei­sung zu passenden Be­ratungs- oder Fach­stellen im Migra­tions- und Inte­gra­tions­bereich», so Andrea Brüli­sauer. «Dass wir auf das kirch­liche Netz­werk zurück­greifen können, ist enorm ent­lastend», so die beiden Leite­rinnen. Oft möchten die Frauen auch etwas zurück­geben: Dann backen die Bewohne­rinnen Kuchen oder helfen in Kinder­betreu­ungs­ange­boten. Wer auf­ge­nommen wird, ent­scheidet ein von der Her­berge-Lei­tung unab­hängiges Fach­gremium. Seit dem Start der Pilot­phase im Jahr 2020 bekamen be­reits 48 Frauen und 15 Kinder in der Her­berge Unter­stüt­zung.

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