Musik zum Anfassen

Am 12. September öffnet die Kirche Oerlikon ihre Türen für einen «Tag der offenen Tasten». Die Veranstaltung lädt dazu ein, Orgel- und Klaviermusik nicht nur zu hören, sondern aus nächster Nähe zu erleben.
Unter der Leitung der Musikerin Preslava Lunardi erfahren Besucherinnen und Besucher, wie die beiden Instrumente funktionieren. Im Anschluss können die Instrumente selbst ausprobiert und erste Töne gespielt werden.
Familienkonzert zum Auftakt
Den Auftakt bildet um 14 Uhr das Familienkonzert «Petra und der Wolf». In dieser Neuinterpretation von Sergei Prokofjews berühmtem Musikmärchen wird die Geschichte aus der Perspektive der mutigen Petra erzählt, die ihren Freund, den Vogel, vor dem Wolf retten möchte.
Für die musikalische Gestaltung konnte das Klavierduo Gemini mit den Zwillingsschwestern Youyou und Zoey Chang aus der Klavierklasse von Arta Arnicane gewonnen werden. Auf dem Flügel erklingen der Vogel, die Ente, der Wolf, die Jäger, der Grossvater und Petra. Begleitet werden die beiden jungen Musikerinnen von der Erzählerin Miriflu Engeler. Gemeinsam erwecken sie die Geschichte zum Leben.
Präsentation der Instrumente
Ab 15 Uhr stehen Klavier und Orgel im Mittelpunkt. Preslava Lundardi erklärt, wie die beiden Instrumente aufgebaut sind und auf welche Weise ihre unterschiedlichen Klangwelten entstehen.
Das Klavier erzeugt seine Töne durch Hämmer, die beim Tastendruck Saiten anschlagen. Dank seines grossen Tonumfangs, seiner dynamischen Ausdrucksmöglichkeiten und seines vielseitigen Klanges zählt es zu den beliebtesten und meistgespielten Musikinstrumenten weltweit.
Die Orgel hingegen gilt als eines der vielseitigsten und klangreichsten Musikinstrumente überhaupt. Ihr Aufbau basiert auf einem komplexen System von Pfeifen, die über Manuale, Pedal und die sogenannte Registratur angesteuert werden. Durch das Ziehen verschiedener Register lassen sich unterschiedliche Pfeifenreihen aktivieren und miteinander kombinieren, wodurch eine nahezu unerschöpfliche Vielfalt an Klangfarben entsteht. So kann die Orgel nicht nur zarte Flöten- und Streicherklänge, sondern auch kräftige Trompeten-, Oboen- oder Hornstimmen nachahmen.
Diese Fähigkeit, zahlreiche Instrumente eines ganzen Orchesters klanglich zu imitieren, hat ihr den Beinamen «Königin der Instrumente» eingebracht und macht sie bis heute zu einem einzigartigen Musikinstrument.
Im Anschluss an die Präsentation sind die Besucherinnen und Besucher eingeladen die Instrumente selbst auszuprobieren.
Preslava Lunardi
Kirchenmusikerin
Kirchenkreis zwölf





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