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Mir säged Danke: Dominique Landolt
Gemeinschaft & Engagement

Mir säged Danke: Dominique Landolt

Mit Herz­blut für Geflüchtete im Einsatz: Dominique Landolt koordi­niert seit acht Jahren den «Deutschkurs für alle» in der Grossen Kirche Fluntern.
15.05.2024Anja HürlimannKirchenkreis sieben acht
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Dominique Landolt koordi­niert seit acht Jahren den «Deutsch­kurs für alle» in der Grossen Kirche Fluntern.
Dominique Landolt koordi­niert seit acht Jahren den «Deutsch­kurs für alle» in der Grossen Kirche Fluntern. Anja Hürli­mann

Dominique Landolt arbeitet ehren­amt­lich als Koordi­nato­rin des «Deutsch­kurses für alle» in der Grossen Kirche Fluntern. Jeden Mitt­woch betreut sie mit weiteren Frei­willigen Geflüch­tete und andere Inte­gra­tions­willige. Für die Sprach­schüler:innen ist sie beim Neu­beginn in der Schweiz eine zent­rale Bezugs­person.

Wenn Dominique Landolt (60) am Mitt­woch­nach­mittag die Türen der Grossen Kirche Fluntern öffnet, füllen sich die Gemeinde­räume mit Men­schen jeden Alters. Dann breitet sich eine geschäf­tige Stimmung aus, Um­arm­ungen werden ver­teilt. Beim «Deutsch­kurs für alle» machen Geflüch­tete einen grossen Schritt in Rich­tung Inte­gration. Dominique Landolt ist mit Herz­blut dabei.

Sprache verbindet

Als Koordi­natorin des Nach­mittags be­grüsst die Lehrerin DaZ (Deutsch als Zweitsprache) die Geflüch­teten. Sie teilt sie in Gruppen ein, sorgt für das Unter­richts­mate­rial, leitet die Lehr­personen an. Und das seit Beginn des Pro­jekts im Früh­jahr 2016. «Jeder Mensch ist gleich­wertig und soll eine Chance be­kommen. Dabei zu helfen, das ist ein Haupt­grund, warum ich mich hier so stark enga­giere», betont sie. Tatsäch­lich ist Dominique Landolt ein wich­tiger Anker­punkt für jene, die sich den Start in der Schweiz hart er­kämpfen. Neben dem Deutsch­lernen stehen lebens­prak­tische Dinge für die Geflüch­teten im Fokus: Behörden­gänge, An­träge, die Suche nach Lehr­stellen oder Wohnungen. Hier bieten Dominique Landolt und ihr Team gerne Hand. Ihr Engage­ment bringt dabei Schönes und Schweres gleicher­massen mit sich. «Für Geflüch­tete, die in der Schweiz ein Leben auf­bauen, ist es match­ent­scheidend, Kon­takte zu hie­sigen Men­schen zu haben. Ver­netzt mit Ein­heimischen gelingt es leichter, im sozi­alen Leben Fuss zu fassen,» so Dominique Landolt. Nicht immer gelingt das. Und wenn doch, wie im Fall von Hamid Ebrahimi (26) aus Afgha­nistan, ist die Freude über­gross. Er kam als junger Geflüch­teter, wird seine Lehre bald mit Best­noten ab­schliessen und hilft heute selbst als Lehrer bei den Deutsch­kursen mit – eine klassische Erfolgs­story also.

Doch es gibt auch andere Fälle: abge­wiesene Asyl­anträge, büro­kra­tische Sack­gassen, Frust auf allen Seiten. «Wenn Situa­tionen ausweg­los er­scheinen», so Dominique Landolt, «hilft mir die tiefste Über­zeugung, dass es Men­schen braucht, die sich ein­setzen. Gelungene Ein­zel­fälle holen mich dann aus der Tiefe.» Das und die viel­fäl­tigen Begeg­nungen, auch mit den anderen Frei­willigen aus dem Quar­tier, sei für das ganze Team der wesent­liche An­trieb und von sinn­stiftendem Wert.

Deutschkurs für alle

Der «Deutsch­kurs für alle» findet immer mitt­wochs von 14 bis 17 Uhr in der Grossen Kirche Fluntern statt. Inklu­sive Zvieri und Kinder­hüte. Das Pro­jekt wird ge­tragen vom Verein «Fluntern hilft», mit Bei­trägen der Pfarrei St. Martin, dem refor­mierten Kirchen­kreis sieben acht, dem Quar­tier­verein Fluntern sowie vielen frei­willigen Quar­tier­bewohner:innen. Es wird zudem unter­stützt durch das Soli­netz Zürich.

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