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«Das Grossmünster verdient gute Chormusik»
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«Das Grossmünster verdient gute Chormusik»

Sacha Rüegg ist der noch recht neue Kantor am Gross­münster. Seine Aufgabe sei anspruchs­voll – aber erfüllend.
02.03.2026Erik BrühlmannKirchenkreis eins
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Kantorat Grossmünster BF2A2116
Kantor Sacha Rüegg: «Ich bin sehr zuver­sichtlich, dass es gut kommen wird.» Christian Merz
Das Wichtigste auf einen Blick
Sacha Rüegg ist seit August 2025 Kantor am Grossmünster. Er plant, das Kanto­rats­konzept zu ändern, um einen hoch­qualitativ agierenden Chor zu schaffen, der auch ausserhalb der Kirchen­gemeinde aktiv ist.
Sie sind seit August 2025 Kantor am Gross­münster. Ein Traumjob?

Sacha Rüegg: Es ist eine Ehre, dass ich diese An­stellung damals bekommen habe. Der Anfang war aber schon etwas holprig, da es nicht ganz ein­fach war, mit dem vor­handenen Ensemble des Collegium Vocale Gross­münster alle gottes­dienst­lichen Aufgaben zu erfüllen.

Weshalb nicht?

Die Pensio­nierung meines Vor­gängers, Daniel Schmid, war für einige Chor­mit­glieder der richtige Zeit­punkt, eben­falls aufzu­hören oder weiter­zuziehen.

Daniel Schmid war über 20 Jahre als Kantor am Gross­münster tätig. Wie gross waren seine Fuss­stapfen?

Auf jeden Fall gross. Daniel Schmid war inno­vativ, hat viel inves­tiert und sich persön­lich einge­bracht.

Möchten Sie denn seine Fuss­stapfen aus­füllen oder bewusst neue Spuren legen?

Am Anfang ver­suchte ich, sie auszu­füllen. Aber ich merkte schnell: Das wird nicht funktio­nieren, weil «der Neue» dann stets mit «dem Alten» ver­glichen wird. Des­halb werde ich das Konzept des Kanto­rats etwas ver­ändern. Ich werde dies pro­jekt­weise Schritt für Schritt angehen.

Ziel ist es, einen Chor zu haben, der vielen Sing­begeisterten projekt­weise offen­steht, und ein Ensemble, das auf höchstem Niveau agieren kann, dessen Mit­glieder Chor­erfahrung haben und sich auf ein Vor­singen ein­lassen sollen.

Dazu möchte ich in Zukunft über die Grenzen der Kirch­gemeinde hinaus gehen. Ich bin über­zeugt, dass es zum Bei­spiel an den Ufern des Zürich­sees talentierte Stimmen gibt, die uns noch gar nicht kennen.

Das Kantorat befindet sich derzeit also in Über­gangs­phase?

Definitiv. Ich habe Dinge ver­sucht, gemerkt, dass es nicht ganz so einfach ist, wie ich es gehofft hatte, und suche jetzt den neuen Weg. Ich bin sehr zuver­sicht­lich, dass es gut kommen wird.

Wie lang wird der Über­gang dauern?

Ich hoffe, dass bis Ende dieses Jahrs erste Fort­schritte ersicht­lich sind, aber es braucht sicher zwei Jahre, bis man sagen kann: Jetzt haben wir es – eine gut funktio­nierende Chor­gemein­schaft, die auch nach mir Bestand haben kann.

Denn das Gross­münster ver­dient es einfach, gute Chor­musik zu haben; einen Haus­chor mit Qualität, der die Gottes­dienste ange­messen mit­gestaltet. Die Gottes­dienste sind das Zentrale, die Konzerte «nur» das Sahne­häubchen.

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