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Handlungsfeld Wärme

Das Immobilienportfolio der reformierten Kirchgemeinde Zürich umfasst viele ältere und denkmalgeschützte Gebäude mit unterschiedlichen Nutzungen. Infolge der grossen baulichen Vielfalt der Kirchen, Kirchgemeindehäuser, Pfarrhäuser und Wohn-/ Geschäftshäuser sind umfassende Effizienzmassnahmen an der Gebäudehülle – konkret die Dämmung von Fassaden und Dächern sowie der Ersatz alter Fenster – nur bei Einzelfällen realisierbar. Aus diesem Grund fokussiert die Reformierte Kirchgemeinde Zürich im Handlungsfeld Wärme zielgerichtet auf eine fossilfreie und energieeffiziente Wärmeversorgung.

Dekarbonisierungsstrategie 2035

Die reformierte Kirchgemeinde Zürich will bis 2035 komplett auf fossile Heizungen verzichten. Statt der Anfang 2022 rund 108 vorhandenen Öl- und Gasheizungen kommen nach und nach umweltfreundliche Lösungen wie Fernwärme oder Wärmepumpen zum Einsatz. Zusätzlich werden Verbesserungen an der Wärmeverteilung sowie die Dämmung von Kellerdecken und Estrichböden geprüft sowie je nach Nutzen und Kosten umgesetzt.

Seit 2022 wurden bereits 21 fossile Heizungen mit Anschluss an Fernwärme (10) oder Umstieg auf Wärmepumpen (11) ersetzt.

Klimafreundlich heizen mit Biogas

Die reformierte Kirchgemeinde Zürich setzt auf eine umweltfreundlichere Gasversorgung: Der Anteil von Biogas wurde von 40 Prozent im Jahr 2022 schrittweise auf 55 Prozent per 1. April 2026 erhöht – ohne Mehrkosten, dank Rabatt im Rahmenvertrag mit dem Energieversorger.

Absenkpfad Treibhausemissionen in Tonnen CO2eq bis 2035

Die bei der Wärmeerzeugung entstehenden Treibhausgasemissionen sind von 2022 bis 2025 um rund 12 Prozent gesunken. Die in folgender Grafik 2035 verbleibenden Restemissionen entsprechen dem heute vorhandenen fossilen Anteil der Fernwärmeversorgung.

Mit einer fossilfreien Fernwärmeversorgung der Stadt Zürich, Umsetzung der Dekarbonisierungsstrategie sowie in Einzelfällen einer Erhöhung auf 100 Prozent Biogas ab 2035 ist die Zielerreichung «Netto-Null Treibhausgasemissionen 2035» für das Immobilienportfolio der Kirchgemeinde Zürich möglich.

Grafik Absenkpfad CO2

Hinweis: Die Abweichung zwischen Absenkpfad und Balken im Startjahr 2022 ergibt sich aus unterschiedlichen Datengrundlagen für Zielwerte und gemessene Verbräuche.

Temperaturmanagement

Seit 2022 setzt die reformierte Kirchgemeinde Zürich gezielt Energiesparmassnahmen im Wärmebereich um. Durch angepasste Heizzeiten, fixierte Thermostate und Schulungen zur Betriebsoptimierung wird die Raumtemperatur auf die jeweilige Nutzung abgestimmt. Kirchenschiffe und grössere Veranstaltungsräume sind mit Messgeräten für Temperatur und Luftfeuchtigkeit ausgestattet – für mehr Transparenz und nachhaltige Optimierungen. Denn schon eine Absenkung um ein Grad spart rund 6 Prozent Heizenergie.

Energieeffiziente Wärmeversorgung

Im Immobilienportfolio sind die Heizungs-, Lüftungs- und Warmwasseranlagen mehrheitlich veraltet und energetische Einsparpotenziale im Betrieb werden noch nicht ausgeschöpft. Für den Aufbau eines Monitorings zur Überprüfung der Zielerreichung sowie zur Sicherstellung eines fehlerfreien und effizienten Betriebs startet 2027 der Aufbau eines Energiecontrollings. Parallel dazu sind erste energetische Betriebsoptimierungen zur Steigerung der Effizienz von Heizungs-, Lüftungs- und Warmwasseranlagen gestartet.