
Geschichte
Älteste Pfarrkirche Zürichs
St. Peter war im Mittelalter das Zentrum einer ausgedehnten Grosspfarrei und gehört zu den ältesten kirchlichen Orten der Stadt. Seine Anfänge reichen bis in die Römerzeit zurück. 857 schenkte König Ludwig der Deutsche Kirche und Umgelände seinen Töchtern Hildegard und Berta zur Ausstattung des Fraumünsters. 1345 erwarb Rudolf Brun Rechte an St. Peter; sein Grab befindet sich bis heute beim Chor.
Pfarrer und Baugeschichte
Mit St. Peter sind bedeutende Namen verbunden: Leo Jud wirkte hier als erster reformierter Pfarrer und arbeitete an der Zürcher Bibel mit, später prägte Johann Caspar Lavater den Ort. Die heutige Kirche steht über vier Vorgängerbauten vom 9. bis 15. Jahrhundert. Erhalten geblieben sind vor allem Teile von Turm und Chor. Das heutige Kirchenschiff entstand 1705 als barocker Emporensaal; die Einweihung 1706 machte St. Peter zum ersten neu errichteten protestantischen Kirchenbau Zürichs nach der Reformation.

