Die Pauluskirche – Ein Wahrzeichen am Milchbuck

Die einzigartige Architektur und das berühmte Giacometti-Fenster prägen den Charakter dieser aussergewöhnlichen Kirche.
Die Pauluskirche entstand in den 1930er-Jahren als das Milchbuckquartier stark wuchs. Nach einem öffentlichen Wettbewerb begann 1932 der Bau nach den Plänen der Architekten Martin Risch und August Arter. Mit ihrer Einweihung im Jahr 1934 wurde sie zu einem markanten Wahrzeichen des Quartiers und zählt bis heute zu den grössten reformierten Kirchen Zürichs.
Die klare Architektur des Kirchenraums lenkt den Blick auf seine künstlerischen Elemente. Das bedeutendste Kunstwerk ist das farbige Chorfenster «Glaube, Liebe, Hoffnung» von Augusto Giacometti. Es bildet den gestalterischen Mittelpunkt des Chorraums und zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Pauluskirche. Das Werk greift den Vers aus dem ersten Korintherbrief auf: «Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, am grössten aber unter ihnen ist die Liebe.» Die drei theologischen Tugenden werden als symbolische Frauengestalten dargestellt. Besonders eindrücklich entfaltet das Fenster seine Wirkung, wenn das Morgenlicht den Chorraum in farbiges Licht taucht.
Neben dem Giacometti-Fenster prägen auch die Kuhn-Orgel und das grösste Glockengeläut des Kantons Zürich den Charakter der Pauluskirche. Gemeinsam machen sie den denkmalgeschützten Kirchenbau zu einem Ort, an dem Architektur, Kunst und Musik auf besondere Weise zusammenfinden.
