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Wissenswertes zur Kreuzkirche

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Christian Merz Fotografie

Architektur & Bauwerk

Mit ihrer mächtigen Kuppel drückt die reformierte Kreuzkirche in Zürich-Hottingen den «Gedanken von göttlicher Einheit» aus und gleichzeitig das Selbstbewusstsein des Hottinger Bürgertums um 1900.

Den Architekten Otto Pfleghard und Max Haefeli gelang 1905 mit diesem Bau auf dem Hügel oberhalb des Römerhofs eine überzeugende Synthese von Louis-seize bis Jugendstil. Sie löst die Alte Kirche zum Kreuz ab, die einst am Kreuzplatz stand. Die Kirche mit dem Grundriss in Form eines gleichschenkligen Kreuzes besticht durch ihre Eleganz und Leichtigkeit. Wer sie betritt, wird durch den Mittelgang auf das Zentrum mit Abendmahlstisch, Kanzel und Orgel verwiesen. Von dort aus wird, nach gut reformierter Tradition, das Wort Gottes verkündigt und gefeiert.

Zugleich sieht der Besucher den Wandfries von den Jungfrauen, die ihn an die eigene Wachsamkeit während des Gottesdienstes gemahnen. Durch die radiale Anordnung der Bänke bekommt der Besucher nie das Gefühl, er sei weitab vom Geschehen. Grosse, lichtdurchlässige Fenster lassen den Raum hell und einladend erscheinen und verleihen ihm eine festliche Atmosphäre.

Die Kirche ist unter der Woche täglich geöffnet, von morgens um 9.00 Uhr bis abends ca. 17.00 Uhr. Sie lädt ein zum Verweilen, zu einem Moment der Stille und der Ruhe, abseits des Getriebs der Büros und Kliniken der Umgebung. Manchmal hört man Orgelklänge.

Gestaltet von den Architekten Pfleghard & Häfeli eignet sich der Kirchenraum der Kreuzkirche mit der verspielten Jugendstil-Ornamentik für wunderschöne Hochzeiten und verschiedene andere spezielle Anlässe. Mit ihrer hervorragenden Raumakustik eignet sich die Kreuzkirche auch ausgezeichnet als Musik- und Konzertkirche.

Orgel

Die grosse Orgel in der Kreuzkirche hat 4 Manuale und 75 Register. Es sind zum einen romantische Stimmen im Bereich der weichen Zungen und Labialen aus dem Jahre 1905, Fa. Goll / Luzern. Bei der Neukonzeption 1974 / Fa. Walcker / Ludwigsburg wurden neue Register mit einem eher barocken Timbre dazugebaut, vor allem Prinzipale und Mixturen. Der Klangfarbenreichtum des jetzigen Instrumentes erlaubt es, differenzierte Klangvorstellungen zu realisieren und jegliche Art von Orgelmusik stilgerecht wiederzugeben.

Glocken

Das fünfstimmige Geläut stammt von der Glockengiesserei H. Rüetschi aus dem Jahr 1904. Angetrieben wird es von einer rein mechanischen Läutemaschine in der Kuppel. Die Glocken der Kreuzkirche schlagen auch in der Nacht die volle Stunde.

Nummer, Gewicht, Ton

  1. 5100kg: as0
  2. 2536kg: c1
  3. 1479kg: es1
  4. 683kg: as1
  5. 400kg: c2