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Giacometti-Fenster

Christi Geburt

Augusto Giacometti entwarf 1928 die drei hohen Chorfenster zum Thema Christi Geburt. Er fasste sie als zusammenhängende Komposition auf. Zu sehen sind Maria mit dem Kind, die Gabenbringer, Engel, Früchte und der Stern von Bethlehem. Giacometti, der als «Meister der Farbe» gilt, schuf damit eines der bedeutenden Glasfensterensembles des Grossmünsters.

Jedes der drei Fenster ist in drei Segmente gleicher Höhe unterteilt, in denen je eine Figur oder ein Figurenpaar Platz findet. Zuunterst sehen wir zwei Könige, die in goldenen Gefässen ihre Gaben bringen, und in der Mitte die kniende Maria mit dem nun auf dem Boden liegenden Kind. Die beiden oberen Zonen zeigen einen Reigen von sechs Engeln, mit Blumen und Früchten, die sich wie ein Bogen um einen Baum gruppieren, der das zentrale Feld der Komposition einnimmt. Über den beiden mittleren Engeln leuchtet der Stern von Bethlehem.

Dass Giacometti zwei und nicht, wie in der traditionellen Ikonographie, drei Könige auftreten lässt, ist dem symmetrischen Aufbau des Werks geschuldet, geschah aber auch im Bewusstsein, dass in der Bibel von Königen oder genauer von Weisen, Magiern oder Sterndeutern die Rede ist, ihre Zahl aber nicht genannt wird.

Die nächsten Führungen im Grossmünster

FR25.09.2026,
22:00–23:00

Meditative Nachtführung

Den Kirchenraum mit allen Sinnen erleben. Ein Rundgang im nächtlichen Kirchenraum des Grossmünsters bei Kerzenlicht.

eins | Grossmünster, Kirche, Zwingliplatz 7, 8001 Zürich
SA03.10.2026,
11:00–12:30

Führung: Die Zünfte in der Reformation

Eine treibende Kraft des Umbruchs: Welchen Einfluss hatten die Zünfte auf die Reformation? Wo fielen die Entscheidungen für Zwinglis Umgestaltung der Gesellschaft? Und wie veränderten sich Alltag und Zunftgeselligkeit? Ein Altstadtrundgang.

eins | Grossmünster, Kirche, Ort: siehe Beschreibung, Zwingliplatz 7, 8001 Zürich
SA10.10.2026,
11:00–12:30

Führung: Naegelis Totentanz

Dem Sprayer von Zürich auf der Spur: Wir steigen hinauf in die Grossmünster-Türme und entdecken den vollständigen Totentanz-Zyklus des Street-Art-Pioniers Harald Naegeli.

eins | Grossmünster, Kirche, Zwingliplatz 7, 8001 Zürich