Geschichte der Bullingerkirche

Der Name des ab 1925 in drei Etappen entstandenen Gebäudekomplexes, bestehend aus dem Kirchgemeindehaus, zwei Pfarrhäusern und der Kirche, bezieht sich auf den Reformator und Theologen Heinrich Bullinger (1504–1575), einem Weggenossen von Huldrych Zwingli.
1930 erfolgte der Bau des zweiten Pfarrhauses. Der Kirchenraum befand sich auf der Mittelachse, während die Seitenflügel als Kirchgemeindehaus und Pfarrhaus dienten. Diese Struktur wurde beim Kirchenneubau, der 1953 bis 1956 nach Plänen von Hans Pfister und Kurt Pfister realisiert wurde, beibehalten. Die neue Kirche erhebt sich anstelle des Vorgängerbaus zwischen den erhaltenen Seitenflügeln. 1955 erfolgte der Bau der heutigen Orgel, 1956 wurden die Glocken in den freistehenden Turm aufgezogen. 1986 erfolgte eine Turmsanierung und 1995 eine Aussensanierung der Kirche.
Seit März 2023 bis voraussichtlich 2032 nutzen der Kanton und die Stadt Zürich die Bullingerkirche als provisorischen Sitzungsort des Kantonsrats respektive des Stadtparlaments während der Sanierung des Rathauses.
Bullingerhaus, Kirchturm und Zifferblatt
Die Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien finden seither im ehemaligen Pfarrhaus, dem Bullingerhaus, statt. Diese Angebote finden Sie auf dieser Webseite.
Der Kirchturm wird vom Team des Bullingerhauses gerne für besondere Anlässe wie dem Neuzuzüger:innen-Tag und dem Herbstfest Bullingerplatz für Turmbegehungen und Apéros genutzt. Für individuelle Besichtigungen können wir gerne angefragt werden.
Das Zifferblatt wurde im Rahmen eines «Kunst am Bau» Projektes von der Künstlerin Olga Titus mit einer irisierenden Folie überzogen, sodass je nach Betrachtungswinkel und Sonnenstand ein anderes Farbspektrum entsteht.
Im Kirchturm hat es fünf Glocken, die 1956 mit einem grossen Volksfest mit Seilen hochgezogen wurden
Das fünfstimmige Glockengeläut in Leichtrippenguss wurde 1956 von der Giesserei H. Rüetschi, Aarau angefertigt und in den Turm aufgezogen.
Glocken, Gewicht und Ton
Pfingstglocke, 5004 kg, g°
Himmelfahrtsglocke, 3000 kg, b°
Osterglocke, 2100 kg, c′
Karfreitagsglocke, 1480 kg, d′
Weihnachtsglocke, 880 kg, f′

