AnsprechBar – Warum Kloster?

Nonnen haben auf Instagram zum Teil über 100 000 Follower:innen. Sie teilen ihren Klosteralltag und zeigen auf unterschiedliche Weise, inwiefern ihr Leben anders oder ähnlich als unseres ist. Warum fasziniert das so viele Menschen?
Es ist ein grosser Schritt sein Leben in eine klösterliche Lebenswelt zu verlagern. Zwischen Rückzug, Gemeinschaft und Spiritualität ist Platz für vieles. Klosterleben gibt es seit dem Urchristentum und bis heute in ganz verschiedenen Formen. Weltflucht oder eine starke Gemeinschaft, Gott näher sein oder Dienst am Nächsten, Einfachheit oder Reichtum – im Kloster gab und gibt es Vielfalt.
Wovon befreie ich mich und welche Freiheiten gebe ich auf? Aktuell gibt es (feministische) Strömungen, in denen das Klosterleben als Befreiung von vielen gesellschaftlichen Konventionen gefeiert wird. Karrieredruck, Existenzsorgen und Einsamkeit haben im Kloster weniger Raum als ausserhalb.
Warum Sr. Delia Klingler, eine Diakonisse aus Riehen BS, ihren Beruf als Pfarrerin zugunsten des Lebens in Gemeinschaft aufgegeben hat, hören wir genauso wie die Gründe, warum Tobias Adam, ehemaliger Bewohner des Stadtklosters Zürich nicht mehr im Stadtkloster lebt, aber immer noch dazugehört.
Was macht gesellschaftlicher Druck mit uns? Wo finden wir den Raum für unsere Spiritualität und was passiert, wenn wir kommunitär leben? In der AnsprechBar hören wir aus dem Leben der Gäste und haben Raum für Austausch. Alle sind zu einem Getränk eingeladen.
Muriel Koch
Pfarrerin
Kirchenkreis neun
Herrligstrasse 29 8048 Zürich


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