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Kunst & Kultur

Schweben, fallen, fliegen – Bildwelten am Grossmünster

Während zweier Jahre ist das Grossmünster infolge der Instandsetzung komplett eingerüstet. Der Kanton Zürich realisiert in diesem Rahmen ein Kunst-und-Bau- Projekt mit der Zürcher Künstlerin Shirana Shahbazi.
01.04.2026Kirchenkreis eins
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Hohe Gebäude im Baugerüst, bunte Kunstbanner an den Fassaden, blauer Himmel im Hintergrund.
Stephan Gisi

Shirana Shahbazi bespielt die Gerüstverkleidung des Zürcher Wahrzeichens mit einer grossflächigen Collage aus vielen verschiedenen Fotografien. Unterschiedliche Arten von Bildern überlagern sich und erzeugen komplexe Situationen und Bildräume, in denen immer wieder neue Bezüge entdeckt werden können. Die gewählte Farbigkeit orientiert sich an den Glasfenstern im Innenraum und taucht die Kirchenhülle für die Zeit der Intervention je nach Lichtsituation in unterschiedliche Farbstimmungen ein.

Eine Vielzahl von Figuren schwebt, fällt, fliegt und rennt den Betrachtenden entgegen. Sie bewegen sich, scheinbar von der Schwerkraft losgelöst, durch räumliche Fragmente, in denen sich die Perspektive nie ganz einlöst. Weitere Ebenen der dichten Collage verweben diese Elemente mit alltäglichen Szenen und Details, mit dem Leben, der Erinnerung daran und mit dem Tod. Aufnahmen aus der Stadt Zürich und Abbildungen aus historischen Dokumenten verorten die Arbeit zudem lokal und spannen einen zeitlichen Bogen.

Die Montage der Installation begann Anfang März. Im Herbst 2027 wird das Gerüstnetz wieder demontiert und die markanten Doppeltürme des Grossmünsters werden wieder sichtbar.

Shirana Shahbazi (geboren 1974 in Teheran) studierte Fotografie und Design an der Fachhochschule Dortmund und setzte ihre Ausbildung an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich fort. Shahbazi ist bekannt für ihre grossformatigen Installationen und konzeptuellen Fotografien, die oft alltägliche Szenen in abstrakte Kunstwerke verwandeln. Sie hat ihre Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert, unter anderem im Kunsthaus Hamburg, in der Kunsthalle Bern, im Fotomuseum Winterthur sowie im Museum of Modern Art, New York. 2019 wurde Shahbazi mit dem Prix Meret Oppenheim ausgezeichnet.

Mehr Informationen

Lesen Sie mehr zur Projektsübersicht, Bauvorhaben, Architektur und die Projektdokumentation auf der Webseite des Kanton Zürichs

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