Sinn und Sinnlichkeit

Kanzelredenreihe im Fraumünster Zürich
Sonntag, 7., 14., 21., 28. Juni und 16. August 2026
Fraumünster Zürich
Auch ein Gottesdienst ist eine Bühne mit Wort und Musik, mit Bewegung und Raumkulisse, mit Symbol und Dramaturgie. Ein Opernintendant, ein Theaterregisseur und zwei Kirchenratspräsidentinnen sprechen in einer Kanzelredenreihe über Ideen und Anregungen für eine sinnvolle und sinnliche Feier von Gottesdiensten. «Formen sind die Nahrung des Glaubens», heißt es beim irischen Schriftsteller und Dramatiker Oscar Wilde (1854-1900).
Laut der Kirchenordnung der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich richtet sich die Gestaltung der Gottesdienste nach dem Kirchenjahr und den kirchlichen Feiertagen. So gewinnen die wöchentlichen Gottesdienste an Dramaturgie und Abwechslung. Der Pfarrer und Lyriker Kurt Marti (1921-2017) hat in einem Essay ein Wort für eine ästhetisch offene Theologie eingelegt – nach einer jahrhundertlang gepredigten Entsinnlichung. Auch die Feier eines Gottesdienstes kann ein Moment einer ästhetisch bewussten Theologie sein, die dem Zusammenhang von Inhalt und Form, von Gehalt und Gestalt der christlichen Botschaft auf der Spur ist. Die Kanzelredenreihe möchte zur liturgischen Bildung und Partizipation der Gottesdienstgemeinde aufhelfen. Dazu regt auch die «Agende der evangelisch-reformierten Kirchen in der deutschsprachigen Schweiz» an, in der es heißt: «Wir möchten die Gemeinden ermuntern, sich mit der Zeit an einen mannigfaltigen, bewegteren Gottesdienst zu gewöhnen, weil er der Gemeinde grössere Möglichkeiten bietet, nicht nur rezeptiv, sondern aktiv daran mitzuwirken.»
Nach dem Gottesdienst wird zu einem Nachgespräch mit der Kanzelrednerin beziehungsweise dem Kanzelredner eingeladen.
Die Gottesdienste werden live übertragen und aufgezeichnet auf ↗ altstadtkirchen-live.ch
Die Fraumünster‑Vocalsolisten bereichern die Kanzelredereihe mit einer feierlichen musikalischen Umrahmung.
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