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Rückblick Sachenmacher-Märt

Sachenmacher-Märt-Alex-Hofmann
Buntes Treiben am Sachenmacher-Märt vom 30. Mai 26 Alex Hofmann

Eine Atmosphäre, in der Fremde zu Gesprächspartnern wurden Kreativität, die verbindet

Der «Sachenmacher-Märt» feierte am Samstag, 30. Mai 2026, im Bethaus Wiedikon seine Premiere – ein Markt, der Begegnungen, Kreativität und Solidarität auf besondere Weise vereinte.

Hier einige Stimmen von Ausstellenden: Aurelie Jeger präsentierte Taschen und Accessoires aus westafrikanischen Stoffen, die sie über ihre weitverzweigte Familie in ganz Westafrika bezieht. «Es ist immer etwas Besonderes, meine Kreationen zu zeigen», sagte sie – ein Satz, der die offene Stimmung des Tages einfing. Auch Verena Graf, eine erfahrene Marktfrau, lobte den Anlass: «Alles ist selbstgemacht – keine eingekaufte Massenware. Im Vorfeld war der Markt optimal vorbereitet und die Betreuung ist unglaublich aufmerksam.» Während sie sprach, tauschte sie ihr Lächeln mit Besucherinnen aus.

Recycling-Künstler Enrico Scheck zeigte sich bewegt: «Es ist besonders, einer unter vielen zu sein – Teil eines sozial durchmischten Events, an dem man sich inspirieren kann.» Seine originellen Skulpturen zogen neugierige Blicke auf sich. Alois unterstützte seine Mutter Isabel Aeschbach beim Verkauf ihrer sorgfältig gestalteten Postkarten, während sie parallel das «Offene Atelier» gemeinsam mit Isabelle Mouttet von der «KreativWerkstatt» mitbetreute: Dort entstanden bunte Krepp-Blumen und kleine, unverkäufliche Kunstwerke. Interessierte Besuchende konnten draussen beim Vorplatz des Kirchenraumes unter fachkundiger Anleitung und Unterstützung basteln und malen.

Auch die jüngsten Teilnehmenden trugen ihren Teil bei: Kinder der 3. Klasse verkauften im Rahmen des Religionsunterrichts selbstgebackene Kuchen zugunsten des «Schlupfhuus Zürich». 80 Franken kamen zusammen – ein kleiner Beitrag vielleicht, aber mit grosser Hingabe gesammelt. Besonders berührend war die Spendenaktion für ukrainische Waisenkinder. Vor allem durch den Verkauf eines Bildes des Kunstmalers Serhii Voit kamen insgesamt 810 Franken zusammen – dringend benötigte Hilfe für die Kinder ohne Eltern und deren Pflegefamilien im Heimatland. Galyna Kharechko sowie weitere in die Schweiz geflüchtete Personen aus der Ukraine zeigten sich tief dankbar, dass sie ihr Hilfsprojekt einem breiten Publikum vorstellen durften und zollten ihren Dank für den herzlichen Empfang und die Unterstützung.

Am Ende blieb das Gefühl, dass dieser Markt weit mehr war als ein Verkaufsort:
ein Gemeinschaftserlebnis, getragen auch von vielen Freiwilligen. Ein besonderer Dank galt Marcel Probst, der den Kirchenraum funktional und zugleich einladend gestaltete und die Verantwortung für den Aufbau der Marktstände übernahm.

Fredi Ryf, Sozialdiakon

Anmeldung Sachenmacher-Märt vom 5. September:

Nächste Termine

SA05.09.2026,
11:00–16:00

Sachenmacher-Märt

Der Sachenmacher-Märt ermöglicht zweimal pro Jahr handwerklich und künstlerisch Begabten aus Zürich, ihre Kreationen zu präsentieren und feilzubieten.

drei | Bethaus Wiedikon - Kirchenraum, Schlossgasse 12, 8003 Zürich