Projekt Nestbau

Unser Umgang mit der Natur
In einer urbanen Umgebung wie der unseren verliert man leicht den Bezug zu den Jahreszeiten. Alles neigt dazu, zur Routine zu werden, und wir bemerken den Wechsel der Saison nur an der wechselnden Dekoration der Supermärkte.
Innerhalb der Tierfreundlichen Kirche haben wir ein kleines Hilfsprojekt entwickelt, indem wir künstliche Nester für Mehlschwalben und Fledermäuse geschaffen haben, mit der Hoffnung, das Projekt in Zukunft auf andere Tierarten ausweiten zu können.
Der Bau von Nestern für gefährdete Arten, sowohl wandernde als auch sesshafte, trägt dazu bei, Arten zu erhalten, die nur sehr geringe Chancen hätten, in unserem städtischen Ökosystem Fuss zu fassen, das zunehmend weniger dazu neigt, anderen Arten Lebenserhaltung zu bieten.
Die Reise der Schwalben kann bis zu zwei Wochen dauern und eine Länge von bis zu 11 000 Kilometern erreichen. Nach der Reise kommt für die Schwalben der Moment des Nestbaus, ein sehr anspruchsvoller Moment, der noch zwei Wochen dauern kann. In dieser Zeit sammeln sie etwa 1500 Schlamm- und Strohballen. Die kleinen Schwalben wurden bereits durch die Reise auf die Probe gestellt und die künstlichen Nester werden meist gut angenommen, sind sehr widerstandsfähig, erhöhen das Angebot an Nistplätzen und können von Saison zu Saison wiederverwendet werden.
Sigrist Raul Sottili
Raul Sottili
Sigrist für das Kirchgemeindehaus Wiedikon
Kirchenkreis drei
Bühlstrasse 9/11 8055 Zürich
