Das Fraumünster


Marienkapelle


Am Gewölbe und an den Stirnseiten der Marienkapelle haben sich Reste von Wandmalereien erhalten. Am Gewölbe sind insgesamt sechs Schichten nachgewiesen, von denen die älteren vier kaum zu deuten sind. Auf einer fünften Schicht ist eine Felderung von aus rotbraunen Linien gebildeten Quadraten zu erkennen. Die Kreuzungen sind mit vierblättrigen Rosetten belegt, die Felder alternierend mit blauen und roten sechszackigen Sternen besetzt. Sie datieren wohl ins frühe 14. Jh. 

Über dem Fenster auf der Ostwand ist eine spätgotische Marienkrönung zu erkennen: Christus und Gottvater krönen die auf einer Thronbank sitzende «Himmelskönigin». Über dem Portal auf der Westwand finden sich die beiden Königstöchter Hildegard und berta mit dem Hirsch aus der Gründungslegende des Klosters. Unmittelbar daneben, nördlich des Eingang eine spät-gotische Darstellung des Christophorus. Die qualitätsvolle jüngste Malerei findet sich als sechste Schicht verblasst auf der Nordseite des Gewölbes und auf der nördlichen Seite der Ostwand. Kennzeichen dieser im Stil der oberitalienischen Frührenaissance gehaltenen Malerei ist die perspektivische Nischenarchitektur mit Fruchtgirlanden.

Im östlichen Bildfeld ist die Anbetung der Heiligen Drei Könige dargestellt. In die gleiche Phase datiert an der Ostwand, links des Fensters, eine stehende Frauenfigur, davor etwas kleiner eine weitere Frau. Die bisherige Deutung als Schutzmantelmadonna ist fraglich. Die für Zürcher Verhältnisse erstaunlich moderne Malerei wird Hans Leu dem Jüngeren zugeschrieben udn dürfte, gemässs Abteirechnungen um 1515 im Auftrag der letzten Äbtissin Katharina von Zimmern ausgeführt worden sein. 

Quelle: Das Fraumünster in Zürich. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Bern 2018.
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Öffnungszeiten Fraumünster

Sommer   |   1. März bis 31. Oktober
Mo – So, 10.00 – 18.00 Uhr

Winter   |   1. November bis 28. Februar
Mo – So, 10.00 – 17.00 Uhr

Eintritt CHF 5.–

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