Aktuelles aus dem Kirchenkreis elf

LEITARTIKEL REFORMIERT.LOKAL NOVEMBER


Einladung zum Ewigkeitssonntag

Der letzte Sonntag des Kirchenjahres wird in den evangelischen Kirchen traditionellerweise dem Andenken an die Verstorbenen und dem Nachdenken über Vergänglichkeit und Ewigkeit gewidmet.
Im Christentum entstand gegen Ende der Antike und im frühen Mittelalter der Brauch, den verstorbenen Märtyrern und Heiligen zu gedenken.
Später wurde dann am Tag nach Allerheiligen, am 2. November, ein Gedenktag für alle Verstorbenen eingeführt – im katholischen liturgischen Kalender firmiert dieser bis heute unter dem Namen «Allerseelen».
Die Reformation schaffte Allerheiligen und Allerseelen ab. Vermutlich ist es kein Zufall, dass Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel am 31. Oktober, dem Vorabend von Allerheiligen, an der Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen haben soll. Aus der Verbundenheit mit den Verstorbenen liess sich nämlich durch die Kirche damals gut Profit schlagen: Um den geliebten Verstorbenen den Aufenthalt im Fegefeuer zu verkürzen, waren die Menschen bereit, tief in die Tasche zu greifen – ein kirchlicher Machtmissbrauch, welcher von den Reformatoren heftig kritisiert wurde.
Und doch ist das Bedürfnis nach einem Ort oder einem Tag des Gedenkens für die Verstorbenen zutiefst menschlich. Es dauerte aber noch bis zum 19. Jahrhundert, bis das Totengedenken im Protestantismus wieder offiziell Einzug hielt. 1816 bestimmte nämlich König Friedrich Wilhelm III. von Preussen den letzten Sonntag des Kirchenjahres zum «allgemeinen Kirchenfest zur Erinnerung an die Verstorbenen». Dieser Tag wurde rasch von fast allen deutschsprachigen evangelischen Landeskirchen übernommen. Im Volksmund erhielt er die Bezeichnung «Totensonntag». Später wollte man noch einen anderen Akzent setzen und nannte den Tag nun «Ewigkeitssonntag».
Ich finde, beide Bezeichnungen haben ihre Berechtigung. Die Bezeichnung «Totensonntag» richtet die Aufmerksamkeit mehr auf die Verstorbenen und auf unsere Beziehung zu ihnen. Neuere psychologische Ansätze weisen darauf hin, wie wichtig es ist, dieser Beziehung auch über den Tod hinaus Raum zu geben. Und «Ewigkeit» bezeichnet den Zustand, in welchem wir sie im Glauben geborgen wissen. Ewigkeit ist nicht einfach unendlich verlängerte Zeit, sondern der Zustand, wo alle Zeitlichkeit und die Trennung von Gott aufgehoben sind.
In den Gottesdiensten in Affoltern und Seebach werden die Namen der Verstorbenen des vergangenen Kirchenjahres verlesen und Kerzen angezündet. Die ganze Gemeinde ist eingeladen; die Angehörigen erhalten zusätzlich eine persönliche briefliche Einladung.


KIRCHE UNTERDORF, AFFOLTERN
Sonntag, 22. November, 10 Uhr
Ewigkeits-Gottesdienst mit Pfarrerin Lea Schuler

MARKUSKIRCHE, SEEBACH
Sonntag, 22. November, 10 Uhr
Ewigkeits-Gottesdienst mit Pfarrer Markus Dietz

Lea Schuler,  Pfarrerin

Friedhof und Kirche Unterdorf. Bild: Lea Schuler

Aktuell

Aktuelles aus dem Kirchenkreis elf

MUSIKALISCHE LESUNG AM DRITTEN ADVENT


Musik und Gedicht

Vorweihnachtliche Stimmung1

E-PAPER REFORMIERT.LOKAL DEZEMBER 2020


Gute Unterhaltung beim Lesen der Weihnachtsausgabe!

Flipbook
Flipbook reformiert.lokal 12-20-11 (E-Paper)

27.11.2020

KOLUMNE


 ADVENTSGEDANKEN


Eveline Schlatter

1781

LEITARTIKEL REFORMIERT.LOKAL DEZEMBER


Meditation an der Krippe

178127.11.2020

ONLINE-ADVENTSKALENDER DER LANDESKIRCHE


ADVENTSFENSTER IN SEEBACH 2020


Bald leuchten die Fenster in Seebach wieder! Informationen auf der Website des QV Seebach...

SAMICHLAUSPOST 2020


Post vom Samichlaus!

ZÄME WIEHNACHT FIIRE


„Zäme Wiehnacht fiire“ ist eine schöne Möglichkeit, gemeinsam Weinachten zu feiern.

CORONA REGELN ZUR PSYCHISCHEN GESUNDHEIT


zVg von der Kirchgemeinde Stäfa