RÜCKTRITT AUS DER BEHÖRDE NACH 14 JAHREN ENGAGEMENT


Nach 14 Jahren Engagement als Behördenmitglied hat sich Hans Dölle aus diesem Gremium verabschiedet. Eine Würdigung seines unermüdlichen Einsatzes und seiner Verdienste.

Hans Dölle ist ein Umsetzer von grosser Initiativkraft; einer, der mit viel Energie für Kirche und Musik in den vergangenen 14 Jahren als Behördenmitglied im Fraumünster und im Kirchenkreis eins viel bewegt hat. 2010 trat Hans Dölle der Kirchenpflege Fraumünster bei und verantwortete die Ressorts Kultur, Musik, Kommunikation und leitete verschiedene wegweisende Projekte. Unter der Anleitung von Hans Dölle wurden die Projekte «Öffnung des Fraumünsters zum Münsterhof», die Besucherlenkung und der Krypta-Umbau mit Spendenbeschaffung von knapp einer Million Franken realisiert. Mit hohem Sachverstand und viel Herzblut baute Hans Dölle ab 2014 den «Verein zur Förderung der Musik im Fraumünster» auf, welcher dank rund 95% Spendenfinanzierung ein reichhaltiges kirchenmusikalisches Programm ermöglicht.

Als Vizepräsident der Kirchenpflege Fraumünster war Hans Dölle an der Gründung des Kirchenkreises beteiligt und brachte sich in den vergangenen fünf Jahren in den Themen Kirchenmusik und Gemeindenähe ein. Per Ende 2023 teilte Hans Dölle seinen Rücktritt aus der Kirchenkreiskommission mit, um sich auf die Tätigkeit als Präsident und Geschäftsführer des Fördervereins Musik zu konzentrieren. Vielen Dank Hans, für Dein unglaubliches Engagement, welches – auch dank Deines Talents als Mittelbeschaffer – so manches Projekt möglich machte.

 

Anmerkung: Durch den Rücktritt von Hans Dölle zählt die Kirchenkreiskommission im Kreis eins sieben Mitglieder. Es bleibt damit nach den Vorgaben der Kirchgemeinde Zürich beim Maximalbestand ohne Ergänzungsmöglichkeit.

 

Stefan Thurnherr  |  Präsident Kirchenkreiskommission



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Hans Hinrich Dölle © Lorena La Spada


Weniger ist mehr oder: Geht bei allem, was ihr tut, barmherzig mit euch um

Zum Rücktritt aus der Kirchenkreiskommission: Als die Kirchenkreis-Kommission vor drei Jahren das neue Ressort Gemeindenähe gründete, zog sich ein grüner Faden durch Ziele und Auftrag: WENIGER IST MEHR!  Viele nickten mit dem Kopf. Wir schrieben es uns dann öfter bei Retraiten hinter die Ohren und verloren das Ziel dann doch wieder aus den Augen, der Weg zum Ziel blieb unklar, ohne Wegmarkierungen: Was heisst WENIGER IST MEHR für mein tägliches Tun?

Weniger reden - mehr hören, mehr fragen

Weniger heftig rudern - mehr ans Ufer und dem Fluss zuschauen

Weniger schreiben - mehr miteinander reden

Weniger anordnen, regeln, reinreden – mehr loslassen, mehr vertrauen

Weniger zweifeln - mehr versuchen, scheitern und daraus lernen

Weniger Veranstaltungen - mehr Besucher

Weniger Quantität - mehr Qualität

Weniger Tempo - mehr innehalten, mehr Langsamkeit

Weniger Eindeutigkeit - mehr Ambivalenz

 

Ich hätte auf Erich Kästner hören sollen …..

…… Je üppiger all die Pläne blühen,

umso verzwickter wird die Tat.

Man nimmt sich vor, sich zu bemühen,

und schließlich hat man den Salat! …..

(aus „In der Sylvesternacht“)

 

… oder auf „meinen“ Fraumünster-Pfarrer: „Bei allem, was ihr tut: geht barmherzig mit euch um“… auch mit der Organisation, mit den Ressourcen, mit dem, was wir uns und den Menschen zumuten.

In Aufgabe und Zielsetzung des neuen Ressorts lauerte dass Misslingen: Ich starrte auf die Chancen, auf das „Wie es sein wird oder werden soll“ und scheiterte kläglich. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle entschuldigen - vor allem bei all jenen, deren Erwartungen ich enttäuscht habe.

Odo Marquard schreibt in seiner Philosophie über die Endlichkeit: In der Zukunftsverminderung, im Altern steckt der Sieg des „So-ist-es“ über das „So-hat-es-zu-sein“, so soll es werden“. Das Alter ist die Lebenszeit, in der Vernunft und Humor eine hilfreiche Dominanz gewinnen. Durch Vernunft und Humor das „so-ist-es“ sagen zu können, statt mit der Hilfe von untauglichen Zukunftsillusionen, starren Prinzipien und future correctness zu sagen: „so sollte es, so hat es zu sein“.

 

Mit meinem Rücktritt aus der „KiKo“ bin ich dankbar für alle Begegnungen, für alle offenen Türen, für all` die Möglichkeiten, an der Zukunft unserer Kirche mitgewirkt zu haben, in einer Kirche, in der sogar ein alter Deutscher ohne Schweizer Sprachkenntnisse in Leitungsfunktionen gewählt werden darf. 

Ich verabschiede mich aus den Kirchenämtern mit einem weinenden und einem lachenden Auge - und weit offenen Ohren und Sinnen, denn „Musik liegt in der Luft“. Auf Wiedersehen überall dort, wo das Wort, wo die Musik unsere Herzen bewegen …. und „geht bei allem, was ihr tut, barmherzig mit euch um.“

Hans Dölle

 

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