PREDIGERKIRCHE: GEDENKVESPER


Vor 20 Jahren, am 12. Oktober, sagte Peter Wittwer, der damalige Pfarrer an der Predigerkirche beim Abschiedsgottesdienst in der Predigerkirche:

«Am vorletzten Dienstag, gegen 10 Uhr am Morgen, hat Ronald Bisegger die Augen nochmals geöffnet und seiner Frau Béatrice die Hand gedrückt. Und dann – mit den Worten des Kohélet – «dann kehrte der Atem zurück zu Gott, der ihn gegeben hatte». Leicht fiel ihm der Abschied nicht. Er liebte das Leben, die Menschen, das Schöne – er liebte seine Welt. Ein Mensch voller Daseinsfreude. Aber längst hatte er sich den Kohélet zum Lehrer gemacht. Geniesse das Leben, aber verliere dein Herz nicht unwiderruflich darin. Denn – alles ist Windhauch. Und eines nur ist gewiss – du wirst es eines Tages wieder hergeben müssen.»

Das Oratorium «Kohélet» war die letzte grosse Komposition des Kirchenmusikers Bisegger. Für die Uraufführung fragte Ronald Bisegger über persönliche Beziehung «Die Kleine Kantorei» DKK der ESG an. In der Klosterkirche Muri und in der Predigerkirche fand im Sommer 2000 die Uraufführung statt. Biseggers Freund, der Kirchenmusiker Stephan Simeon, schrieb dazu in einer Fachzeitschrift: 

Ronald Bisegger

«Eine vorbildliche Wiedergabe dieses Oratoriums verdankt man der Kleinen Kantorei der Evangelischen Singgemeinde Bern/Zürich unter der kompetenten und engagierten Leitung von Johannes Günther, die sich relativ kurzfristig dieser anfordernden Aufgabe angenommen hat. (….) Der zwanzigköpfige Chor zeigte grossartige Qualität in der Reinheit und Ausgeglichenheit der Stimmen, der Schönheit des intonatorisch sauberen und feinen Chorklanges, in der abwechslungsreichen dynamischen Gestaltung und klaren Diktion der Chorpartien.» Am 6. Juli 2003 hat «Die Kleine Kantorei» das Werk zu Biseggers 80.Geburtstag in der Predigerkirche nochmals aufgeführt.

Zwei Sänger der Predigerkantorei und der DKK, Stefan Hüsler und Matthias Haupt, hatten Ronald Biseggers Tochter und Ehefrau schon etliche Jahre vorher über Singwochen und andere Chöre kennengelernt. «Ronald liebte das Leben!», wie Peter Wittwer treffend schrieb. Ein überaus herzlicher, zugewandter Mensch, lebensfroh, ein interessierter Frager und ausgezeichneter Zuhörer, einer, der gern gut ass und trank, was sein liebe Frau Béatrice wunderbar gekocht hatte und was er aus seinem Weinkeller hervorzauberte.

Ronald Bisegger hat an manchen katholischen Kirchen in Zürich als Chorleiter gewirkt und vor allem Vokalmusik geschaffen. Im Chor von St. Josef lernte er seine zukünftige Frau Béatrice kennen. In Dreikönigen in der Enge arbeitete er als Musiker freundschaftlich mit Peter Wittwer zusammen, der dort als noch katholischer Pfarrer wirkte. Er war auch Dozent an der Akademie für Kirchenmusik Luzern und gründete in den 80er Jahren den Schweizerischen Katholischen Kirchenmusikverband, dessen Präsident er war. Viele Kompositionen und Sätze hat er für das Katholische Kirchengesangbuch verfasst, eine grosse Anzahl klein- und grossbesetzter Chorwerke komponiert.

 

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Im April lancieren die Altstadtkirchen die diesjährigen öffentlichen Führungen. Es geht auf die Türme, in die Kirchen, zu den Fenstern und in die Krypten.
 
2024 ist auch das Jahr zweier einflussreicher Katharinas: von Katharina von Zimmern und Katharina Gmünder.

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Die Kirchenglocken gehören zu unserem Alltag. Sie gehören zu unserer Kultur, unabhängig davon, welcher Religion oder Weltanschauung die Menschen angehören.

 

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Hans Dölle fokussiert sich auf die Musik im Fraumünster. Nach 14 Jahren Engagement als Behördenmitglied hat sich Hans Dölle aus diesem Gremium verabschiedet. Eine Würdigung seines unermüdlichen Einsatzes und seiner Verdienste.

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Vom 29. Februar bis 3. März 2024 lädt das Festival STILLES ZÜRICH zur Begegnung mit der Stille ein. Im Festivalzentrum Karl der Grosse und in der nahegelegenen Wasserkirche finden an vier Tagen knapp vierzig Angebote statt.

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