Willkommen bei der reformierten Kirchgemeinde Zürich

Mit der Gründung der Kirchgemeinde Zürich auf den 1. Januar 2019 schliesst sich ein historischer Bogen: Vor genau 500 Jahren begann offiziell die Zürcher Reformation mit dem Amtsantritt von Huldrych Zwingli am Grossmünster anfangs 1519.

Erste Blackbox Session in der geschlossenen Sihlcitykirche. Bild: Chatrina Gaudenz
STREETDANCE IN DER EHEMALIGEN SIHLCITY KAPELLE

Die Sihlcity Kirche wurde im April geschlossen. Das interreligiöse Projekt erfährt aber eine Übergangsphase.

Die Einkaufswütigen hatten kein grosses Bedürfnis nach Stille und Einkehr: Die Sihlcity Kirche wurde im April 2019 geschlossen.. Das interreligiöse Projekt erfährt aber eine Übergangsphase: Im Mai finden die so genannten blackbox sessions in der Kapelle statt.

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Nach 12 Jahren ist Schluss, die Sihlcity Kirche wird geschlossen: «Am 30. April werden die Schlüssel zurückgegeben. Einen Monat später beginnen die Umbauarbeiten», sagt die Pfarrerin Chatrina Gaudenz, eine der Seelsorgerinnen vor Ort. Damit das Ende gebührend betrauert und dem Engagement der Beteiligten Rechnung getragen werden kann, hat sie zusammen mit Ursula Baumann, Jugendarbeiterin vom GZ Leimbach, nun die Zwischennut-zung für die blackbox sessions initiiert. «So gibt es einen Moment von Innehalten, bevor dann die Kapelle umge-baut wird – zu Garderoben oder Toiletten, was genau wissen wir noch nicht», so Chatrina Gaudenz.

Diesen Raum voller Stille und Gebet, den werden im Monat Mai eine lose Gruppe von Tänzerinnen und Tänzer aus Leimbach bespielen. «Das sind junge Erwachsene, die auch schon in der Kirche in Leimbach aufgetreten sind – und auf ihre ganz eigene Art die urkirchlichen Themen wie Identität, Gemeinschaft und Verwandlung aufgreifen», sagt Ursula Baumann. Die jeweiligen blackbox sessions – der Name kommt vom fast ganz schwarzen Raum der Kapelle – werden teils aufgezeichnet, teils fotografiert und kommen so weiter zum Einsatz. «Wir lassen das Ergebnis bewusst offen und lassen den jungen Tänzern mit ihren verschiedenen Tanzstilen wie Streetdance oder Hip Hop auch freie Hand, wie sie die Atmosphäre des Raumes und der Situation aufgreifen», sagt die Pfarrerin Chatrina Gaudenz.

blackbox sessions 2_phixr

Für die zuständige Kirchenpflegerin Claudia Bretscher war darum klar, dass sie das OK zur Zwischen-nutzung gibt: «Es macht grundsätzlich immer Sinn, Räume und Orte zwischen zu nutzen, statt dass sie leer stehen. Und dadurch, dass die Tanzperfomances die Ausstrahlung des sakralen Raumes aufgreifen, haben die sessions geradezu einen spirituellen Anteil.» Die Sihlcity Kirche war eine Initiative getragen von der reformierten, katholischen und christ-katholischen Kirche in Zürich.

Aktuell

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