Willkommen bei der reformierten Kirche Zürich

Am 1. Januar 2019 wurde die reformierte Kirche Zürich gegründet. Mit dem Zusammenschluss von 32 Kirchgemeinden auf dem Gebiet der Stadt Zürich und der Gemeinde Oberengstringen ist mit der reformierten Kirche Zürich die mitgliederstärkste reformierte Kirchgemeinde der Schweiz entstanden. An den 47 Kirchen, die zur reformierten Kirchgemeinde Zürich gehören, finden vielfältige Veranstaltungen wie Gottesdienste, Seelsorge, Beratung, Kulturanlässe, Bildung und soziales Engagement statt. Besuchen Sie uns!

FRAUMÜNSTER-PFARRER ERHÄLT RENOMMIERTEN PREIS


Niklaus Peter ist seit 2004 Pfarrer am Zürcher Fraumünster. Die Auszeichnung mit dem mit 50000 Franken dotierten Jahrespreis der Stiftung für Abendländische Ethik und Kultur (STAB) bedeutet ihm sehr viel. Am 9. November wird ihm der Preis verliehen. Andere Preisträger sind die Publizisten Peter von Matt und Gerhard Schwarz oder der Filmemacher Fredi M. Murer.

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Herr Peter, was bedeutet Ihnen die Auszeichnung?

Niklaus Peter: Enorm viel. Was gibt es Schöneres, als wenn das, wozu man sich berufen fühlt und wofür man arbeitet auch nichtkirchlichen Leuten wertvoll scheint?

Worauf freuen Sie sich an der Preisverleihung besonders?

Peter: Auf die Laudatio von Iso Camartin, der einen so weiten Horizont hat und den ich nie als Zyniker erlebt habe, sondern als geist- und liebevollen Intellektuellen. Und auf die grossartige Musik, die Jörg Ulrich Busch zusammengestellt hat.

Welche Theologen oder Philosophen liegen Ihnen persönlich besonders am Herzen?

Peter: Ganz klar Karl Barth: Seine theologische wie prophetische Klarheit, sein Mut, seine Wiederentdeckung der biblischen Botschaft, sein Humor. Von den gegenwärtigen Philosophen imponiert mir Alan Jacobs aus den USA.

Wie zieht ein Laie die Theologie am besten zu Rate?

Peter: Am besten nähert man sich ihr über Literatur – über Klassiker wie Goethes Faust oder Dostojewskis Brüder Karamasow, aber auch über moderne Schriftsteller: Martin Walser, Sibylle Lewitscharoff oder Thomas Hürlimann.

Welches sind Ihre grössten beruflichen Herausforderungen?

Peter: Das Bewahren der intellektuellen Wachheit, der Wahrnehmung der geistigen und sozialen Grosswetterlagen und des Blicks für einzelne Menschen, ihre konkreten Sorgen und Nöte. Das sind echte Spannweiten, und ich merke, sie zusammenzuhalten geht oft über meine Kräfte.

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Wofür verwenden Sie das Preisgeld?

Peter: Ich würde gerne eine soziale oder kulturelle Arbeit unterstützen. Schliesslich möchte ich meine ganze Familie – meine Frau und ich haben vier Kinder und vier Enkel – für drei Tage in ein schönes Hotel in Sils Maria im Engadin einladen. Die Gegend ist mir als langjähriger Stiftungsrat des Nietzsche-Hauses lieb geworden.

 

Mehr über die Person Niklaus Peter

Niklaus Peter_290Niklaus Peter verbrachte seine ersten drei Lebensjahre in Strassburg, wuchs anschliessend in Basel auf. Er studierte in Basel, Berlin und Princeton Theologie. Seit 2004 wirkt er als Pfarrer am Zürcher Fraumünster und ist mittlerweile stark in der Limmatstadt verankert – etwa als aktives Mitglied bei der Zunft zur Meisen. Hochgebildet und interessiert nicht nur in theologischen Fragen liest er regelmässig Originalliteratur in Englisch und Französisch und ist umtriebiger Publizist: Unter anderem veröffentlichte er seine gemeinsam mit Professor Klaus Bartels gehaltenen Nikolaus-Predigten im Fraumünster sowie Bücher über die Schriftsteller Thomas Mann und Christian Morgenstern und produzierte eine Doppel-CD zum Theologen Karl Barth. Vielen ist seine warme und einnehmende Stimme durch Auftritte als Sprecher des «Wort zum Sonntag» im Schweizer Fernsehen SRF bekannt.

 

Die Stiftung für Abendländische Ethik und Kultur (STAB)

Die Stiftung für Abendländische Ethik und Kultur wurde 1968 gegründet. Nach Eigeninformation ist der Jahrespreis «einer der bedeutendsten gesellschaftspolitischen Preise der Schweiz» und geht an «Persönlichkeiten und Organisationen, die sich für die Idee der frei und persönlich bestimmten mitmenschlichen Verantwortung und der Rücksichtnahme auf die Nachwelt einsetzen – sowie einen ausserordentlichen Beitrag zur Pflege abendländischer Grundwerte leisten». Präsident des Stiftungsrats ist der ehemalige Zürcher Stadtrat Martin Vollenwyder. «Mit Pfarrer Dr. Niklaus Peter ehren wir einen Theologen, der stets versucht, die theologische Wissenschaft und die pfarramtliche Praxis zusammenzubringen. Bei seiner Auseinandersetzung mit und seiner Beantwortung von theologischen Fragen zeigt sich seine breite geistes- und philosophiegeschichtliche Sicht», so der Stiftungsrat.

Aktuell

Willkommen bei der reformierten Kirche Zürich

Am 1. Januar 2019 wurde die reformierte Kirche Zürich gegründet. Mit dem Zusammenschluss von 32 Kirchgemeinden auf dem Gebiet der Stadt Zürich und der Gemeinde Oberengstringen ist mit der reformierten Kirche Zürich die mitgliederstärkste reformierte Kirchgemeinde der Schweiz entstanden. An den 47 Kirchen, die zur reformierten Kirchgemeinde Zürich gehören, finden vielfältige Veranstaltungen wie Gottesdienste, Seelsorge, Beratung, Kulturanlässe, Bildung und soziales Engagement statt. Besuchen Sie uns!

WERK.STATT.FLUCHT: WAS KIRCHE LEISTEN KANN


Im Kirchgemeindehaus Oerlikon betreiben Freiwillige gemeinsam mit Geflüchteten seit fünf Jahren eine Reparaturwerkstatt. Inzwischen bietet das Projekt Werk.Statt.Flucht auch einen Kurs zur Vorbereitung auf die Berufslehre an. Für beide Angebote gilt: Sie wirken.

GOTTESDIENSTE AUF EINEN BLICK


Sonntag, 1. März 2020

RADIO SRF2: EIN JAHR REFORMIERTE KIRCHGEMEINDE ZÜRICH


SRF2 Sendung: Bilanz nach der Grossfusion. Gespräch mit Erika Compagno, Annelies Hegnauer und Matthias Walther.1730

AKTUELLE AUSGABEN REFORMIERT.LOKAL


Die aktuellen Ausgaben von reformiert.lokal sind da.

NEUER VORSITZENDER FÜR PFARRKONVENT


Pfarrer Matthias Reuter übernimmt den Vorsitz im Pfarrkonvent der reformierten Kirchgemeinde Zürich.

ANDREAS HURTER: EIN RÜCKBLICK


Ein Besuch an seinen Lieblingsorten der Zwinglistadt mit Gespräch über seine Arbeit, seine Motivation und seine Hoffnungen.

TAG DER KRANKEN AM 1. MÄRZ: «ICH BIN MEHR ALS MEINE KRANKHEIT»


Der «Tag der Kranken» am 1. März soll Gesunde und Kranke zusammenbringen. In der Spitalkirche des Uni-Spitals Zürich findet ein ökumenischer Gottesdienst statt, um der Vereinsamung kranker Menschen entgegenzuwirken.

1730

«EIN KONZERT VON WELTFORMAT IN ALTSTETTEN»


Die Organistin Daniela Timokhine erzählt, wie sie für das «Westspiele»-Konzert am 22. März eine weltbekannte Sopranistin gewinnen konnte.

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