Willkommen bei der reformierten Kirche Zürich

Am 1. Januar 2019 wurde die reformierte Kirche Zürich gegründet. Mit dem Zusammenschluss von 32 Kirchgemeinden auf dem Gebiet der Stadt Zürich und der Gemeinde Oberengstringen ist mit der reformierten Kirche Zürich die mitgliederstärkste reformierte Kirchgemeinde der Schweiz entstanden. An den 47 Kirchen, die zur reformierten Kirchgemeinde Zürich gehören, finden vielfältige Veranstaltungen wie Gottesdienste, Seelsorge, Beratung, Kulturanlässe, Bildung und soziales Engagement statt. Besuchen Sie uns!

FRAUENSTREIK: «THEMEN, DIE IN DIE KIRCHE GEHÖREN»


Am 14. Juni läuteten in der ganzen Schweiz Kirchenglocken von 11 bis 11.15 Uhr. Ihre Botschaft: Gegen strukturelle Ungerechtigkeit und Gewalt an Frauen und Kindern. An die Mahnwache vor der Predigerkirche von 11 bis 12 Uhr kamen über 70 Frauen. Sie hielten 24 bemalte Kreuze. «Die Gewalt ist mitten unter uns und muss in ihrem ganzen Ausmass wahrgenommen werden», sagt Pfarrerin Renate von Ballmoos.

«Unsere Glocken läuten, weil gläserne Decken, Gewalt gegen Frauen, Verteilung von Macht, Organisation von Care-Arbeit, faire Bezahlung und gerechte Renten wichtige Themen sind, die in die Kirche gehören» sagt Liv Kägi, Pfarrerin an der Johanneskirche. Vor der Predigerkirche fand parallel zum Glockenläuten von 11 bis 12 Uhr eine Mahnwache statt. «Gemeinsam stehen wir dafür ein, dass die Gewalt an Frauen und Kindern wahrgenommen wird», so Renate von Ballmoos. Sie dankt den vielen Frauen, die gekommen sind, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen. «Die Kirche muss sich positionieren und gegen Gewalt an Frauen und Kindern einstehen», sagt eine junge Frau. Auch sie sieht in den oftmals verharmlosenden Berichten über Gewalt an Frauen ein gesellschaftliches Problem. «Wir müssen uns gemeinsam einsetzen, um etwas zu verändern.»

Mahnwache vor der Predigerkirche 3

 «Keine verständliche Eskalationen in Beziehungen, sondern Mord»

Gegenwärtig werden in der Schweiz jeden Tag neun Frauen und Mädchen in ihrer sexuellen Integrität verletzt, alle zwei Wochen stirbt eine Frau aufgrund von häuslicher Gewalt. Laut den neuesten Zahlen, die das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Opfern von häuslicher Gewalt aufzeigen, geht die Tötungsgefahr in neun von zehn Fällen vom Mann aus. «Berichtet wird meist von einem Beziehungsdrama oder von häuslicher Gewalt. Aber es ist nicht das Haus, das Gewalt ausübt, sondern der eifersüchtige Ehemann, Exmann, Freund und Exfreund – es ist Mord», sagt Renate von Ballmoos, Pfarrerin an der Predigerkirche. Auch Susanne Peter von der Stiftung Frauenhaus Zürich nahm an der Mahnwache teil: «Es ist stark und wichtig, dass die Kirche sich positioniert.»

Mahnwache vor der Predigerkirche 2

Seelsorgerinnen sind oft die einzigen Vertrauenspersonen

Monika Frieden, Pfarrerin am Grossmünster, weiss aufgrund ihrer seelsorgerischen Tätigkeit, dass Gewalt Frauen aus allen sozialen Schichten betrifft. «Ich höre die persönlichen Geschichten zu den steigenden Zahlen von Gewalt an Frauen.» In den erschreckenden Erlebnissen zeige sich eine strukturelle Gewalt, die in unserer Gesellschaftsstruktur verankert sei. «Die Selbstverständlichkeit, mit der Gewalt an Frauen hingenommen wird, ist erschreckend – das können und dürfen wir nicht hinnehmen.» So ist es auch für Monika Frieden keine Frage, dass es zu den Aufgaben der Kirche gehört, gegen Gewalt einzustehen. Letztes Jahr wurden gemäss der Statistik des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann insgesamt 18522 Anzeigen wegen häuslicher Gewalt registriert. Doch die Dunkelziffer liegt wohl viel höher, denn Gewalt in Partnerschaften wird der Polizei oftmals nicht gemeldet. «Gerade wenn Opfer und Täter in einer Beziehung stehen, ist der Gang zur Polizei schwer, weil er schwerwiegende Konsequenzen haben kann», sagt die Geschäftsleiterin von Frauenberatung sexuelle Gewalt Corina Elmer. «Es passiert immer noch zu viel, aber es passiert nicht erst seit heute.» Für die Pfarrerin Renate von Ballmoos ist es deshalb «dringend notwendig, dass wir Frauen in Kirche und Gesellschaft ein Zeichen setzen gegen Gewalt an Frauen, auch unter uns hier in Zürich und in der Schweiz».

Den Abschluss des Tages bildete – neben vielen anderen Aktionen – um 18.30 Uhr eine Vesper in der Predigerkirche mit dem Thema «Gleichberechtigung beginnt mit der Sprache».

Aktuell

Willkommen bei der reformierten Kirche Zürich

Am 1. Januar 2019 wurde die reformierte Kirche Zürich gegründet. Mit dem Zusammenschluss von 32 Kirchgemeinden auf dem Gebiet der Stadt Zürich und der Gemeinde Oberengstringen ist mit der reformierten Kirche Zürich die mitgliederstärkste reformierte Kirchgemeinde der Schweiz entstanden. An den 47 Kirchen, die zur reformierten Kirchgemeinde Zürich gehören, finden vielfältige Veranstaltungen wie Gottesdienste, Seelsorge, Beratung, Kulturanlässe, Bildung und soziales Engagement statt. Besuchen Sie uns!

REGER AUSTAUSCH ÜBER KIRCHLICHE PROJEKTE


Rund 70 Behördenmitglieder und Kadermitarbeitende der reformierten Kirchgemeinde haben sich am 24. Januar zum «Gremientreff plus» getroffen.1

MIT FREUDIGEM GESANG GOTT LOBEN


Die Grosse Kirche Altstetten wird am 2. Februar zum Gospel-Paradies: Zum 13. Mal treffen sich Gospelchöre aus Zürich und Umgebung zum Gospel-Festival.1756

RAUM FÜR DIE TRAUER UM VERSTORBENE TIERE


Am 2. Februar findet in der Citykirche Offener St. Jakob der zweite Gottesdienst für trauernde Tierhaltende statt. 1717

BACK IN ZÜRICH: GENESIS II


Es gibt eine Fortsetzung der Genesis-Premiere 2019: In der Citykirche Offener St. Jakob wird die Lichtinstallation 4.-7. Tag der Schöpfungsgeschichte gezeigt.

1717

ENGAGIERT FÜRS PRÄSIDIUM DER KIRCHENPFLEGE


An der Podiumsdiskussion der Zeitung «reformiert.» debattierten die Kandidierenden fürs Präsidium der Kirchenpflege, Res Peter und Annelies Hegnauer, ausführlich.

GOTTESDIENSTE AUF EINEN BLICK


Sonntag, 2. Februar 2020

PFARRWAHLEN AMTSDAUER 2020 BIS 2024


In der neuen Kirchgemeinde Zürich sind die ersten Pfarrbestätigungswahlen für die nächsten vier Jahre erfolgreich durchgeführt worden. 

ZWEITER WAHLGANG


 

 

 

 

Hier finden Sie Informationen zum zweiten Wahlgang am
9. Februar 2020.

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