BIBLISCHE BEZIEHUNGSKISTEN


Die Bibel erzählt vielschichtige, einfache und komplizierte Beziehungsgeschichten. Die Reihe «In Sachen Liebe…» widmet sich an sechs Abenden je einer dieser Geschichten. Dabei werden Bögen gespannt – poetische wie musikalische. Studierende der Zürcher Hochschule der Künste tragen ausgewählte Texte vor und musizieren.

Pfarrerin Chatrina Gaudenz. © Marion Nitsch, SRF v.l.n.r. Till Löffler (Klavier) © ZHdK, Meret Roth (Sopranistin) © Kaupo Kikkas, Florian Glaus (Tenor) © Kaupo Kikkas.


Wer ist das berühmteste Liebespaar der Bibel? Und welches ist die bedingungsloseste, welches die komplizierteste Liebe? Nach der erfolgreichen Reihe zur Schöpfungs­geschichte vom letzten Jahr veranstaltet der Kirchenkreis sieben acht unter dem Titel «In Sachen Liebe…» wiederum eine musikalisch-poetische Reihe als Begleitung durch das ganze Jahr. Die diesjährige Reihe stellt die Beziehungs­geschichten in der Bibel in den Mittel­punkt. Pfarrerin Chatrina Gaudenz hat den Zyklus in Kooperation mit der Zürcher Hochschule der Künste erarbeitet. «Wir sind zusammengesessen und haben nach Geschichten gesucht, die von möglichst unterschiedlichen Liebes­beziehungen erzählen», sagt die Pfarrerin. «Liebesbeziehungen zwischen Mann und Frau, zwischen Mann und Mann, zwischen Frau und Frau, zwischen Geschwistern oder zwischen Mutter und Vater und Kind. Danach haben wir eine Auswahl getroffen.» Natürlich gäbe es noch viele andere Beziehungsformen, die in der Bibel vorkommen, «doch wir mussten uns auf sechs beschränken», so Chatrina Gaudenz. Zudem sei es ihnen wichtig gewesen, Geschichten aus dem Alten und dem Neuen Testament in der Auswahl zu haben.

Musik verstärkt sinnlichen Zugang

Eine tragende Rolle spielt an diesen sechs Abenden die Musik: Sie ermöglicht und verstärkt, neben den Stimmen bei der Lesung, den sinnlichen Zugang zu den Erzählungen. «Die Studierenden der ZHdK sprechen unsere Ohren, Augen und das Herz an. Till Löffler und an zwei Abenden Andreas Wildi suchen zu den ausgewählten Texten passende Stücke, Instrumente und eben Musikerinnen und Musiker.» Passend könne dabei sowohl ergänzend als auch kontrastierend bedeuten, betont Chatrina Gaudenz.

Den Bogen zum Heute schlagen
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Den Auftakt macht am 28. Januar das wohl berühmteste Liebespaar der Bibel: Adam und Eva. Die Liebes­geschichte wird an diesem Abend in ihrem kultu­rellen, histo­rischen und sprach­lichen Kontext einge­ordnet. «Wir hören verschiedene Zugänge zu Adam und Eva. Einer­seits aus der jüdischen Lite­ratur zur Hebräischen Bibel, anderer­seits aber auch aus der säkularen Lite­ratur und Poesie. Danach stellen wir ein bis zwei sozio­logische und psycho­logische Werke vor, die sich – ausgehend von den Frage­stellungen, die wir in der Beziehung von Adam und Eva erarbeitet haben – mit der Liebe heute und in unserem Umfeld beschäftigen», so Chatrina Gaudenz.

Adam und Eva: Sünden­fall als Glücks­fall?

Können wir Menschen von heute also etwas über Beziehungen aus der Bibel lernen? Chatrina Gaudenz: «Die biblischen Erzählungen sind voll von Sprachbildern für menschliche Erfahrungen in Liebes- und Beziehungsdingen.» Dennoch könne man nicht die Bibel aufschlagen und ein Rezept für Liebesdinge finden. «Aber wir stossen auf Fragestellungen, die wir für unser Leben mitnehmen können. Bei <Adam und Eva> werden wir mit dem israelischen Schriftsteller Meir Shalev zum Beispiel fragen: <War der Sündenfall ein Glücksfall?>»





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