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ANDREAS HURTER: EIN RÜCKBLICK


«Der Volksauftrag von 2014 zum Zusammenschluss aller städtischen Kirchgemeinden zu einer einzigen neuen Kirchgemeinde Zürich wurde erfüllt», sagt Andreas Hurter, der Präsident der Kirchenpflege. Er gibt sein Amt per 1. April ab: Zeit, um mit ihm seine Lieblingsorte der Zwinglistadt zu besuchen und über seine Arbeit, seine Motivation und seine Hoffnungen zu sprechen.

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Während der letzten sechs Jahre hat Andreas Hurter in Zürich Pionierarbeit geleistet: «Ich bin sehr stolz auf all das, was wir gemeinsam erreicht haben», sagt der Präsident der Kirchenpflege, der 2014 die Gesamtprojektleitung für den Reformprozess übernommen hatte. Der ursprüngliche Bauingenieur, der sich in Betriebswirtschaft, Mediation und nachhaltiger Organisationsentwicklung weitergebildet hatte, hat einen vollen Rucksack an Erfahrungen für seine Aufgabe mitgebracht.

Am 9. Februar 2020 gratulierte Andreas Hurter nun der neuen Präsidentin der Kirchenpflege, Annelies Hegnauer, zu ihrem Wahlsieg. Der Zeitpunkt ist gekommen, um mit dem umtriebigen Gestalter der Reform einen Spaziergang zu seinen wichtigsten Orten der Zwinglistadt zu machen. «Hätten wir mehr Zeit gehabt, wären wir mit dem Ruderboot auf den See hinausgefahren», so Andreas Hurter. «Im Rudern haben meine Frau und ich einen wunderbaren Ausgleich gefunden – dabei kommen wir gemeinsam vorwärts, während beide ihre individuelle Kraft einbringen.» Diese Aussage ist bezeichnend für Andreas Hurter, der in sein Denken und Handeln immer unterschiedliche Perspektiven miteinbezieht – und diese stets auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen sucht.

Vision einer Volkskirche mit starkem Inhalt

Im Volkshaus am Helvetiaplatz kommt Andreas Hurter direkt von einem Mittagessen: «Ich verabrede mich gern hier; die Atmosphäre ist lebendig und die Hacktätschli kann ich definitiv weiterempfehlen.» Beim Kaffee beginnt er gleich mit einem seiner zentralen Themen: «Die Strukturen und Gremien sind implementiert, die Rahmenkonzepte und Verordnungen sind in Kraft und alle Repräsentantinnen für die nächste Legislatur sind gewählt: Nun beginnt eine weitere Phase.» Denn nun ginge es darum, die neuen Strukturen mit Inhalt zu füllen. Man müsse sich fragen, wie die reformierte Kirchgemeinde eine Instanz für eine nachhaltige Wertehaltung und eine Volkskirche sein könne, «eine Beteiligungskirche, die offen für alle und gesellschaftspolitisch relevant ist.» Mit dieser inhaltlichen Auseinandersetzung stehe der jungen Kirchgemeinde nun eine grosse Herausforderung bevor, die indes zwingend sei: «Aufgrund einer ehrlichen Selbstreflexion entsteht eine Ausstrahlung nach aussen – und genau dort soll die Kirche wirken: nah bei den Menschen.»

Später auf der Waid, wo der Weitblick bis in die Alpen einem kurz den Atem nimmt, wird Andreas Hurter auch auf den drohenden Mitgliederschwund eingehen: «Man könnte verzweifeln – aber Zweifel ist nicht angebracht: mit Mut, Gelassenheit und Engagement kann sehr viel Positives entstehen.» Im neuen Kirchgemeindeparlament und in den Jungen, die sich in verschiedenen Gesellschaftsbereichen engagieren, sieht Andreas Hurter viel Potenzial: «Man sollte alle möglichen Wege gehen, um die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen.» Glaubwürdigkeit und ein vertrauenswürdiges Vorgehen seien dabei wichtige Eckpfeiler.

Pioniergeist mit Weitblick

Auf dem Weg zur Waid, die sinnbildlich für den Weitblick steht, spricht der scheidende Präsident der Kirchenpflege von jenen Interessen, die ihn während seines ganzen Schaffens begleiteten: «Als Bauingenieur bin ich auf ein stabiles Fundament und Sicherheit bedacht – gleichzeitig machen mir auch das Erarbeiten langfristiger Strategien und ihre stete Weiterentwicklung grosse Freude!» Andreas Hurter ist jemand, der gern den Überblick behält und Aufgaben so besonnen wie strukturiert angeht. «Das bedeutet keinesfalls, dass ich ein Technokrat bin: ich orientiere mich an guten Kräften und Energien. Die Polaritäten Form und Funktion müssen in Bewegung, in einem fruchtbaren Rhythmus bleiben.» Dies führe zu einem steten Aushandeln, wobei die Intuition für ihn oft massgebend sei. Genauso verhalte es sich mit den Gegenpolen zentral und dezentral sowie Eigenständigkeit und Verbundenheit. «Man muss sich immer auch in die Lage des Gegenübers versetzen können, wenn man gute Lösungen erarbeiten will.»

Während es, oben angekommen, zu schneien beginnt und der Blick über die Zwinglistadt leise fallenden Schneeflocken weicht, rückt der Glaube ins Zentrum: «Die persönliche Reflexion ist ein wichtiger Aspekt des Glaubens, und das Handeln ist für mich ein stärkerer Zeuge als Worte», so Andreas Hurter. Der Respekt für das Gegenüber – es tatsächlich wahrzunehmen und ihm mit Empathie zu begegnen: Das sei Nächstenliebe. «Auch die Generationenfairness liegt mir am Herzen: Wir stehen in der Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen, Nutzen langfristig zu optimieren und ihn nicht kurzfristig zu maximieren.»

Gelassen dem Glück entgegengehen

«Ich gehe mit einem guten Gefühl und bin glücklich und dankbar, dass ich Teil dieser einmaligen Bewegung sein durfte», sagt Andreas Hurter beim Abstieg Richtung Zürichs Altstadt. Er bereut es nicht, sich nicht zur Wahl für das Präsidium der Kirchenpflege bis Mitte 2022 gestellt zu haben: «Für diesen Entscheid habe ich mir viel Zeit genommen – fast zu viel.» Hat er das Gefühl, sich für seine Entscheidung rechtfertigen zu müssen? «Ja ein bisschen schon, denn die Erwartung stand im Raum, dass die Kirchenpflege der Übergangsphase als reguläre Kirchenpflege die Legislatur bis 2022 zu Ende bringt. Es hätte mich auch gereizt, nach all der strukturellen Arbeit nun auch die inhaltliche Prägung zusammen mit den Mitgliedern der reformierten Kirchgemeinde zu entwickeln.» Gleichzeitig sei es doch sinnvoll, wenn er als Gesamtprojektleiter der Reform nun Platz mache für neue Personen. Und in seiner ganz persönlichen Lebensplanung sei dies auch der richtige Moment, um sein Amt abzutreten.

Noch weiss Andreas Hurter nicht exakt, wie es beruflich weitergeht: «Ambitionen zu haben – nicht zu verwechseln mit blossem Ehrgeiz! –  und diese motiviert zu verfolgen, ist mir enorm wichtig. Sicher ist, dass ich neue Herausforderungen und Projekte mit meinem ganzen Elan in Angriff nehmen will.» Ob er diese mit seiner Firma angeht oder gemeinsam mit seiner Frau ein neues Projekt auf die Beine stellt, weiss er noch nicht. Die langjährige Erfahrung in Führung und Organisationsentwicklung, die die beiden ausweisen können, scheint ihm ein gutes Fundament für künftige Tätigkeiten. Andreas Hurter kann sich indes auch vorstellen, nochmals eine Gesamtleitung in einem umfassenden Veränderungsprozess zu übernehmen. «Wir haben eine kleine Alpaka-Zucht im Bündner Berggebiet, wo wir unsere Batterien aufladen – sicher finden wir dort Inspiration für die Zukunft, wenn die Alltagslast erstmals weg ist», so Andreas Hurter schmunzelnd. Seine Verantwortung für die Kirchgemeinde Zürich wolle er aber natürlich bis zum letzten Tag wahrnehmen: «Auch der umfassende Abschlussbericht liegt mir sehr am Herzen – für mich ist es eine Möglichkeit, transparent Rechenschaft abzulegen und die Reform zu reflektieren.» Die tatkräftigen und umsetzungsorientierten Stadtzürcher Reformierten hätten den Reformprozess grundsätzlich erst möglich gemacht. Ein Gesamtprojektleiter, der sich zwischen Tatendrang und Gelassenheit, zwischen Strategie und Ergebnisoffenheit zu bewegen weiss, war dabei sicherlich ein Glücksfall.


Öffentliche Verabschiedung von Andreas Hurter
Freitag, 27. März, ab 18.30 Uh
Predigerkirche

Freitagsvesper mit anschliessendem Apéro riche und Orgelspiel mit Laudatio. Gäste können auch zum Apéro ab circa 19.30 Uhr dazustossen.

 

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