Urban und vielfältig: Kirchenkreis vier fünf

KIRCHEN ALS HEIMAT


Wie die Jungfrau zum Kinde kam ich zu meiner Anstellung in der Kirche mitten im „Chreis Cheib“. Seither erlebte ich viel Herzberührendes, Sinnstiftendes und habe mich öfters mit dem Begriff „Kirchen als Heimat“ auseinandergesetzt.

Dass ich bei der Reformierten Kirche arbeite, war nicht etwas, dass sich aus meiner persönlichen Entwicklung heraus abzeichnete, im Gegenteil. Zwar kannte ich die reformierten Traditionen teilweise von meinem Grossvater, welcher mit meiner Grossmutter eine ökumenische Ehe führte. Aber ansonsten wusste ich nicht sehr viel darüber, ausser dass, was wir in der Schule über Zwingli lernten.

 

Meine Anstellung im Kirchenkreis vier fünf begann einen Monat nach der Fusion der Kirchgemeinde Zürich, in einer Phase, wo «das Alte» nicht mehr war und «das Neue» sich noch nicht gefunden hatte. Vom ersten Arbeitstag an fiel mir auf, mit wie viel Herzblut hier gearbeitet wird. Das trifft nicht nur auf das angestellte Kirchen-Team zu, sondern auch das grosse Netzwerk der Freiwilligen, welche das kirchliche Leben mit ihrem Dasein mitprägen. Mit Präsenzdienst im Kirchenfoyer, dem Mithelfen beim Mittagstisch für Geflüchtete, dem Leiten von Meditationsgruppen und dem Dasein bei Veranstaltungen sind auch sie «Kirche». Immer wieder höre ich dabei «Es ist halt EUSI Chile» und dieses Verständnis von einem Hafen, wo man hingehört, inmitten des hektischen Trubels der Welt, finde ich wunderbar. Kirchen sind so viel mehr als Mauern, Türme und Glocken. Kirchen bedeuten oft auch Heimat und ich hoffe, dass dies in der Organisation, welche sich rasant weiterentwickelt und verändert, nie vergessen geht.


Viel Bewegendes im zwischenmenschlichen Kontakt, Berührendes in Gottesdiensten, Gänsehautmomente mit Musik, Menschen in Not, die Support suchen – all dies erlebe ich hier tagtäglich. Dabei stelle ich immer wieder fest, dass dabei auch Menschen angezogen werden, die sich selbst als nicht «religiös» bezeichnen und doch «das» hier finden, was sie suchen. Und genau so geht es mir auch immer wieder. Speziell schön sind für mich die Momente, wo ich «eusi Chile» für mich allein habe. Beispielsweise in den frühen Morgenstunden, wenn das Sonnenlicht eine zauberhafte Atmosphäre kreiert oder abends kurz vor der Schliessung, wenn ich im Kerzenschein ins Zwiegespräch mit mir gehe. Dann spüre ich in diesem Raum definitiv eine Zugehörigkeit zum grossen Ganzen. Und bin froh, dass ich zufällig hier gelandet bin und viel über Kirche und über Menschen lernen darf. 

Aktuell

Urban und vielfältig: Kirchenkreis vier fünf



Die nächsten Gottesdienste & Vespern

1717


Wöchentliche Dienstags­vesper in der Johannes­kirche

Die Dienstagvespern gehen in die Sommerpause bis zum 6. September.

171706.07.2022

KREISGOTTESDIENST UND VERSAMMLUNG


Im Kreisgottesdienst mit Versammlung vom 28.8, 11 Uhr, werden Mitglieder der Kreiskommission begrüsst und verabschiedet. Anfangen und Aufhören


171702.08.2022

OFFENES SINGWOCHENENDE 26.-28.8.2022


Anfangen und Aufhören

Wie klingt der musikalische Anfang? Wie tönt ein Ende nach Noten?1717102.08.2022

SOMMER-GOTTESDIENSTE


Wunder über Wunder

Sommer-Gottesdienste im Kirchenkreis
17. Juli – 21. August 2022
Johanneskirche und  Offener St. Jakob1717116.06.2022

KIRCHENKREIS-KOMMISSION


Abschied und Neubeginn: die Kirchenkreiskommission 4 5 hat drei Mitglieder verabschiedet und zwei neue dazu gewonnen.171719.07.2022

KURS LETZTE HILFE


"Am Ende des Lebens" - der Kurs letzte Hilfe vermitteln Interessierten das Einmaleins der Sterbebegleitung.

171702.08.2022

GUTE LAUNE TREFF


Mit freudigen Themen, Gedanken, Erfahrungen und Geschichten zaubern wir uns gegenseitig ein Lächeln ins Gesicht.171702.08.2022

Diese Website verwendet Cookies und speichert unter Umständen persönliche Daten zur Unterstützung der Benutzerfreundlichkeit. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.