Die reformierte Kirchgemeinde Zürich hat am 13. Juni erfolgreich ihre ersten Pfarrwahlen durchgeführt. Elf Pfarrerinnen und sechs Pfarrer wurden an der Urne ins Amt gewählt oder im Amt bestätigt.

Hier finden Sie die Wahlergebnisse sowie Kurzporträts aller siebzehn Pfarrpersonen.

Angelova Galina
Jahrgang 1972
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seit 1.1.2021
Kirchenkreis zwei, Pensum 95%, davon 30% Projekt Green City Spirit

Aufgewachsen in Bulgarien, studierte ich Theologie in der Schweiz und in den USA. Die Vielseitigkeit des Pfarramts ermöglicht mir, Menschen in verschiedenen Lebensphasen zu begleiten und gemeinsam nach dem tragenden Grund des Seins zu fragen. Aufmerksames Zuhören ist eine meiner Stärken, die ich mit dem Studium in Analytischer Psychologie vertiefte. Verortet bin ich in Wollishofen und leite zudem das Projekt Green City Spirit. Zusammen mit dem Team möchten wir im Neubauquartier präsent sein, generationenübergreifend Menschen vernetzen und füreinander die Dimension der Spiritualität offenhalten.

Brun Daniel
Jahrgang 1968
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seit 1.7.2020
Kirchenkreis zwei, Pensum 100%, davon 50% Projekt Zytlos

Als gebürtiger Wollishofer und Ex-Schüler der Kanti Enge fühle ich mich in Zürich zu Hause. In meiner Jugend wollte ich erst Rockmusiker werden und reiste in die USA. Anschliessend studierte ich Rechtswissenschaft und arbeitete bei der Jugendanwaltschaft. In der Folge war ich bei IBM tätig und studierte parallel Theologie. Ab 2004 arbeitete ich als Pfarrer in Wädenswil und heute in Zürich – im traditionellen Pfarramt und im Projekt Zytlos. Der Glaube bzw. die Spiritualität sind seit meiner Jugend ein Herzensanliegen. Ich freue mich, Sie kennenzulernen. Vielleicht mal bei einem Kaffee im Zytlos?

Büchi Beat
Jahrgang 1983
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seit 1. Juli 2020
Kirchenkreis sieben acht, Pensum 90%

Theologie habe ich in Basel und Südafrika studiert. Mein Interesse gilt der reformierten Konfession und ihren reformatorischen Quellen. In meiner Doktorarbeit habe ich mich mit reformierten Kirchenordnungstraditionen auseinandergesetzt. Theologisch weiss ich mich einer reformierten «Wort-Gottes-Theologie» verpflichtet. Darum habe ich mich auch am Karl Barth-Zentrum für reformierte Theologie engagiert. In meiner pfarramtlichen Praxis profitiere ich von meiner langjährigen Pfadi-Erfahrung. Eine Abendmahlsfrömmigkeit, der Psalmengesang und die Jugendarbeit sind mir wichtige Anliegen.

Camichel Bromeis Cornelia
Jahrgang 1970
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ab 1.8.2021
Kirchenkreis eins, Pensum 90%, St. Peter

Nach mehr als 20 Jahren als Lehrerin, Pfarrerin, Kirchenrätin und Dekanin in Graubünden bringe ich Begeisterung für Sprachen, Kommunikation und das Zusammenleben in die Zürcher Altstadt mit. Ich liebe Kultur(en) und Kaffees, Architektur und Geschichte(n), die Kantorei und grosses Kino, meine Familie und die Katze Melody. Ich kenne Brückenbau und Abgründe, Differenzierungen und Einseitigkeit, Verletzlichkeit und Versöhnung. Ich habe Erfahrung als erste Frau in Ämtern, im Leben und am Sterbebett. Ich freue mich auf Neues, über Beständiges, an kleinen Dingen und an Grosszügigkeit, und darüber, dass ich mich freuen kann.

Dürmüller Nathalie
Jahrgang 1980
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seit 1.12.2020
Kirchenkreis zehn, Pensum 55%

Gemeinde sein heisst für mich, als Menschen miteinander und mit Gott unterwegs sein. Wir sind füreinander da und tragen gemeinsam zu einer besseren Welt bei – als Kirche vor Ort im Quartier oder im Engagement für weltweite Gerechtigkeit. Als Pfarrerin in der Schweizer Kirche in London wurde mein Blick für diese Thematik geschärft. Mich fasziniert es, über den christlichen Glauben und unsere Tradition nachzudenken, Glauben zu vermitteln und für das Leben fruchtbar zu machen. Dabei profitiere ich in verschiedener Hinsicht von meiner Erfahrung als «Wort zum Sonntag»-Sprecherin.
Quelle: SRF/Knörle

Engeler Judith
Jahrgang 1990
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ab 1.12.2021
Kirchenkreis neun, Pensum 80%

Momentan schreibe ich an der Universität Zürich eine Doktorarbeit im Bereich Reformationsgeschichte. Nebenbei habe ich in diversen Gemeinden Stellvertretungen übernommen und so die vielfältige Kirchenlandschaft kennengelernt. Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt im Bereich Kind und Familie. Spannend, stellen doch die Kleinsten oft die herausforderndsten existenziellen Fragen! Sowieso, verschiedenste Menschen kennenzulernen und Gottes Spuren in ihrem Leben zu entdecken, reizen mich sehr. Mir ist wichtig, in der Gemeinde präsent zu sein, darum nehme mit meiner Lebenspartnerin Wohnsitz im Kirchenkreis.

Gaudenz Chatrina
Jahrgang 1972
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seit 1.7.2020
Kirchenkreis sieben acht, Pensum 90%

Das biblische Erbe und das Wohlergehen der Menschen liegen mir am Herzen. Jenes bezeugt eine liebevolle Haltung zur Welt, den Mitmenschen und sich selbst. Aus dieser Haltung heraus möchte ich wahrnehmen, was die Menschen beschäftigt, zupacken und kooperieren; sorgfältig mit der reformierten Herkunft umgehen und Neues wagen; im Austausch mit Mitarbeitenden, Aussenstehenden, Behördenmitgliedern und Freiwilligen Perspektiven entwickeln. Vor Ort bin ich für «Kind und Familie» zuständig, arbeite in der Öffentlichkeitsarbeit mit und engagiere mich für den ökumenischen und interreligiösen Dialog.

Gehrke-Kötter Miriam
Jahrgang 1962
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seit 1. Januar 2016
Kirchenkreis zwölf, Pensum 30% Projekt Kinder und Jugend

Mit Menschen unterwegs sein, nachdenken über Tiefes und Hohes, eine Sprache finden, die aufhorchen lässt und Brücken schlägt, auch zu anders Glaubenden – das liegt mir am Herzen. Kinder und Jugendliche sollen Kirche «er-leben» und gute Erfahrungen damit machen. Spirituell, kreativ, lustvoll und engagiert – die Mischung ist der Reichtum, den wir weitergeben können. Theaterspiel, Musik, Exkursionen und Begegnungen mit anderen Religionen in enger Zusammenarbeit mit der Sozialdiakonie sind meine Schwerpunkte im Kreis zwölf. Daneben bin ich Dozentin im Theologiekurs in Winterthur und Pfarrerin in Schaffhausen.

Giger Markus
Jahrgang 1968
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seit 1.7.2002
Streetchurch, Pensum 70%

Es ist mir ein grosses Anliegen, dass in der Streetchurch «Christus erfahrbar» wird. Wenn Menschen in der Begegnung mit der Kirche Versöhnung mit ihrem Leben und mit ihren Mit-menschen erfahren, darf dies immer wieder geschehen. Die Begleitung von jungen Straftätern im Rahmen der Gefängnis-Seelsorge liegt mir ebenso am Herzen.

Korus Joachim
Jahrgang 1964
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ab 1.7.2021
Kirchenkreis zwei, Pensum 90%

Ursprünglich aus Deutschland, lebe ich seit 1990 in der Schweiz (eingebürgert), und war von 1993 bis 2020 Pfarrer im Wehntal (erst Einzel-, dann Doppelpfarramt). Im Kirchenkreis zwei bin ich seit 1. Juli 2020 als Stellvertreter mit Schwerpunkt im Quartier Leimbach tätig. Kreisweit engagiere ich mich in den Bereichen Diakonie, Kulturarbeit und Ressourcen inkl. Kollektenplan und Raum/Raumnutzung. Als kreative und offene Pfarrperson mit theologisch-liberaler Einstellung fühle ich mich einem inklusiven Denken und Handeln gegenüber Menschen jeden Alters und unterschiedlicher Kirchennähe verbunden.

Meitner Yvonne
Jahrgang 1973
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seit 1.12.2020
Kirchenkeis zehn, Pensum 75%, davon 30% Projekt Wipkingen West

Seit Februar 2019 wirke ich als stellvertretende Pfarrerin im Kirchenkreis zehn, wo ich die Vielfalt des klassischen Gemeindepfarramts schätze: Obwohl mir die Arbeit mit der jungen Generation – Anfang Juni konfirmiere ich meine zweite Konfklasse in der Höngger Kirche – sehr gefällt, ist es mir wichtig, als Pfarrerin den Menschen in verschiedenen Lebensphasen zu begegnen. Eine neue Herausforderung bildet die Hauptverantwortung für den Aufbau kirchlicher Projekte am Standort Wipkingen West. Ich bin gespannt, was in partizipativen Prozessen mit der dort ansässigen Bevölkerung entstehen wird.

Oldenhage Tania
Jahrgang 1969
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ab 1.5.2021
Kirchenkreis vier fünf, Pensum 90%

Ich freue mich darauf, den Schwerpunkt «Kunst und Musik» an der Johanneskirche zu übernehmen. Zwölf Jahre lang habe ich als Theologin in den USA gearbeitet. Als Pfarrerin in Fluntern engagierte ich mich für den Aufbau der Familienkirche und in der Flüchtlingsarbeit. Weitere Erfahrungen sammelte ich als Studienleiterin am Tagungszentrum Boldern und am Forum für Zeitfragen. Ich war Wort-zum-Sonntag-Sprecherin und bin heute Radiopredigerin. Seit 2005 bin ich Redaktorin der feministisch-theologischen Zeitschrift FAMA und seit 2015 Privatdozentin im Fach Neues Testament an der Universität Basel.

Ramelet Pascal Olivier
Jahrgang 1974
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seit 1.1.2021
Kirchenkreis sieben acht, Pensum 90%

Am 1. Januar 2021 habe ich im Kreis sieben acht, am Neumünster meine Arbeit aufgenommen. Vorher war ich knapp acht Jahre «Landpfarrer» in Utzenstorf/BE. Von Haus aus bin ich Stadt-Berner und freue mich, jetzt wieder in einer Stadt daheim zu sein und zu wirken. Neben dem Gemeindepfarramt bin ich Notfallseelsorger NNPN und Mitglied der neugegründeten Care Kanton Zürich. Ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt im Kreis sieben acht ist die Jugendarbeit. Ich bringe grosse Erfahrung in der ehrenamtlichen Kinder- und Jugendarbeit mit sowie Erfahrungen als Exekutivpolitiker auf kommunaler und interkommunaler Ebene.

Rehmat-Suter Kathrin
Jahrgang 1970
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seit 1.2.2021
Kirchenkreis eins, Pensum 80%, Predigern

Viele Berufsjahre in psychiatrischer Pflege und als Pfarrerin prägen meinen Weg. Dazwischen stehen theologische (ev.-ref., christ-kath., röm.- kath., orth. und ökumenisch) und philosophische Studien an den Universitäten Bern, Genf und Paris. Ich bin verheiratet. Seit 2012 aktiv im Präsidium der GCM (www.g-cm.ch), der christlich-muslimisch zum Abbau von Vorurteilen beitragen möchte. Aktuell konzentriere ich mich primär auf den Kirchenkreis und konkret pfarramtliche Aufgaben. Oekumene, Spiritualität und Seelsorge sind Teil meiner Grundanliegen und des Stellenprofils. Dafür bin ich sehr dankbar.

Scheidegger Martin
Jahrgang 1973
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ab 1.4.2021
Kirchenkreis neun, Pensum 60%

Nachdem ich vor allem in ländlichen Kirchgemeinden wirkte, wird es nun Zeit für ein urbaneres Umfeld. Ich freue mich sehr darauf, mich im Kirchenkreis neun einzusetzen. Besonders freut es mich, dass ich mich schwerpunktmässig dem Aufbau einer Jazzkirchenarbeit widmen und die Hälfte meiner Arbeitszeit für dieses Projekt einsetzen darf. Es verbindet sich auf ideale Weise mit meiner Arbeit an der theologischen Fakultät, wo ich eine Dissertation im Bereich «Improvisation in Predigt, Gottesdienst und Jazz» schreibe. Gewiss werden sich die beiden Tätigkeitsfelder gegenseitig bereichern.

Schlenk Gudrun
Jahrgang 1967
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seit 1.7.2020
Kirchenkreis zwei, Pensum 40%

Bereits zu Beginn des Jahrtausends habe ich fünf Jahre lang als gewählte Pfarrerin in der Enge gearbeitet. Nach einer längeren Familienzeit bin ich 2016 in die Gemeinde zurückgekehrt, unterdessen zu 40%. In dieser Zeit des Umbruchs möchte ich die Menschen begleiten und mit ihnen schauen, welche Gefässe es jetzt braucht, um miteinander Gemeinschaft vor Gott erfahren zu können. Neben der Seelsorge in den Altersheimen, liegt mein Schwerpunkt bei den Kindern und Familien. Musikgottesdienste, meditative Formen (z.B. Klangtag) und ein tiefen-psychologischer Blick auf die Bibel liegen mir am Herzen.

Sonego Mettner Jacqueline
Jahrgang 1961
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ab 1.5.2021
Kirchenkreis zwei, Pensum 90%

Bisherige Schwerpunkte lagen bei Kultur und Musik, Seelsorge, Familien, Asyl und Erwachsenbildung. Zur Theologie gehören für mich Poesie und gesellschaftspolitisches Engagement. Als Gerontologin und Seelsorgerin bin ich als Dozentin für Spiritual Care tätig. Ich bin Mitglied der Synode, seit 2019 in der Geschäftsprüfungskommission. Als nächste Publikation erscheint im Herbst 2021 die Anthologie «Und es kommt ein andrer Tag – Abschiednehmen und Weiterleben». Im Kirchenkreis zwei werde ich den Schwerpunkt Musik und Palliative Care betreuen. Ich bin verheiratet und Mutter von fünf erwachsenen Kindern.